Politik

Oster-Urlaub ade? Balearen schützen ihre Sommersaison

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Ein Strand auf Mallorca mit ersten Reisenden.

(Foto: imago images/Eibner)

Kritik an Urlaubsflügen nach Mallorca gibt es hierzulande zuhauf. Nun scheint es auf der Insel selbst einen Sinneswandel zu geben. Dieser hat auch mit der Angst um die Hochsaison im Sommer zu tun.

Angesichts wieder steigender Corona-Zahlen auf Mallorca und der heftigen Reaktionen in Deutschland ist die Regionalregierung der Balearen bei ihrem derzeitigen Werben um Touristen ein ganzes Stück zurückgerudert. "Für uns hat Ostern keine Priorität. Wichtig ist es, die Sommersaison zu sichern", zitierte die Zeitung "Diario de Mallorca" den Wirtschaftsminister der Balearen Iago Negueruela. "Wir können uns jetzt, da die Massenimpfung mit neuen Impfstoffen beginnen kann, keinen Anstieg von Fallzahlen leisten, der die Urlaubssaison beeinträchtigen könnte", so Negueruela weiter.

Noch vor zwei Wochen hatte die Regierungschefin der Balearen, Francina Armengol, Deutsche ausdrücklich eingeladen, ihren Osterurlaub auf Mallorca zu verbringen. Seit einigen Tagen ist Corona aber auch auf der Mittelmeerinsel wieder auf dem Vormarsch. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg in einer Woche von rund 20 auf 30. Deshalb will die Regionalregierung die erst Mitte März wieder geöffneten Innenräume von Cafés, Restaurants und Kneipen erneut schließen.

In einem Punkt hingegen gab es Entwarnung. Die Uni-Klinik Son Espases der Insel dementierte die auch in Deutschland kursierenden Berichte, es sei die besonders ansteckende Corona-Variante P1 auf Mallorca diagnostiziert worden. "Wir haben die Variante B.1.1.28 gefunden. Die gefährliche Variante (aus Brasilien) ist die B.1.1.28.1, auch als P1 bezeichnet", sagte der Sprecher der Klinik, Juan Carlos González.

Über das Wochenende wurden nach Behördenangaben fast 8000 Einreisende aus dem Ausland auf dem Flughafen der Insel kontrolliert, die meisten waren Urlauber aus Deutschland. Bei der Einreise muss ein negativer PCR-Test nicht älter als 72 Stunden vorgelegt werden. Insgesamt 121 Reisende, bei denen es Unstimmigkeiten mit ihrem Einreiseformular gab, seien einem zweiten Test unterzogen worden. Keiner davon sei positiv ausgefallen, schrieb die "Mallorca Zeitung".

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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