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Während Asylbewerber 2015 im Schnitt 5,2 Monate warten mussten, hat sich die Bearbeitungsdauer mit 10,7 Monaten mehr als verdoppelt.
Während Asylbewerber 2015 im Schnitt 5,2 Monate warten mussten, hat sich die Bearbeitungsdauer mit 10,7 Monaten mehr als verdoppelt.(Foto: imago/Jens Jeske)
Donnerstag, 11. Januar 2018

Bearbeitungsdauer steigt weiter: Bamf lässt Asylbewerber lange zittern

Asylbewerber in Deutschland müssen immer länger auf die Bearbeitung ihrer Anträge warten. Seit 2015 hat sich die Wartezeit laut einem Bericht verdoppelt. Das Bamf rechtfertigt diesen Zustand mit alten Verfahren, die zu Verzögerungen führen.

Die Bearbeitungsdauer für Asylanträge in Deutschland hat sich einem Bericht zufolge auf im Durchschnitt 10,7 Monate verlängert. Dies sind deutlich mehr als im Jahr 2016, als Asylbewerber durchschnittlich 7,1 Monate auf eine Entscheidung warten mussten und mehr als doppelt so lange wie die 5,2 Monate im Jahr 2015, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf).

Hintergrund für die lange Dauer ist dem Bericht zufolge die große Zahl an Asylverfahren, die sich über längere Zeit angestaut haben sowie komplexe Fälle. "Der Anstieg liegt insbesondere daran, dass das Bundesamt in den letzten Monaten viele Verfahren abgeschlossen hat, die schon sehr lange anhängig sind", teilte das Amt der Zeitung mit. Dies habe rein statistisch zu einer deutlichen Steigerung geführt. "Komplexe Verfahren, die Recherchen oder auch medizinische Gutachten erforderlich machen, nehmen naturgemäß längere Zeit in Anspruch." Immer wieder fehlten bei Verfahren Pässe oder andere Dokumente, was die Bearbeitung verzögere.

Neue Asylverfahren - also Anträge, die im Jahr 2017 gestellt wurden - dauerten demnach im Schnitt dagegen lediglich zwei Monate.

Quelle: n-tv.de