Politik

1500 Praxen impfen ab 31. März Bayern setzt auf Impfen und Modellstädte

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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU).

(Foto: imago images/Sven Simon)

Früher Impfstart beim Hausarzt, Modellstädte, die trotz hoher Inzidenz Öffnungen erproben und neue Regelungen für Schulen - die bayerische Regierung verkündet mehrere Maßnahmen, mit denen sie die Covid-19-Pandemie auf intelligente Weise eindämmen möchte.

Bayern will schon am 31. März mit dem Impfen gegen das Coronavirus bei Hausärzten beginnen. Der Freistaat sei in dieser Angelegenheit mit den Ärzte-Organisationen im Gespräch, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek von der CSU. Das Impfen solle zunächst mit 1500 Hausarztpraxen aufgenommen werden. Man wolle keinen Tag verstreichen lassen und ein Zeichen setzen, sagte Holetschek. Damit beginnen Impfungen durch Hausärzte in größerem Umfang in Bayern noch vor Ostern.

In Aschaffenburg ist derweil schon ein Pilotprojekt in sechs Hausarztpraxen angelaufen, im Zuge dessen Patienten der Prioritätengruppe 1 Impftermine schon in dieser Woche bekommen sollen. Stadt und Landkreis Aschaffenburg starten ihr Pilotprojekt, "um mit einer zunächst geringen Zahl an Impfdosen bereits die Abläufe und Infrastruktur zu erproben", wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Neben dem Frühstart beim Impfen durch Hausärzte hat das bayerische Kabinett noch weitere Maßnahmen beschlossen. So sollen in drei bis vier Modellregionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner nach Ostern weitere Öffnungsschritte ausprobiert werden. Unter strengen Schutzmaßnahmen und mit einem Testkonzept könnten demnach für die Dauer von 14 Tagen einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens öffnen. Damit soll die Umsetzbarkeit von Öffnungsschritten untersucht werden. Welche Regionen dies sein werden, sagte Ministerpräsident Markus Söder bei der Vorstellung des Beschlusses allerdings noch nicht.

Auch neue Regelungen für Schulen

Für den Schulunterricht soll es in Bayern nach den Osterferien neue Regelungen geben. So sollen bei einem Inzidenzwert unter 50 dann sämtliche Schulklassen in den Präsenzunterricht zurückkehren, wie Söder erklärte. Zwischen 50 und 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche gibt es für alle Jahrgänge Wechselunterricht.

Bei einem Wert von über 100 gilt grundsätzlich Distanzunterricht - allerdings mit Ausnahmen. So findet in den Abschlussklassen sowie in der vierten Klasse der Grundschule und den Jahrgangsstufen 11 an Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsoberschulen Präsenzunterricht mit Mindestabstand oder Wechselunterricht statt. In die Klassenzimmer dürfen dabei aber nur Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, die über einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test verfügen oder in der Schule einen entsprechenden Selbsttest mit negativem Ergebnis gemacht haben. Alle anderen müssen per Distanzunterricht lernen. Auch das an den Schulen tätige Personal soll sich mindestens zweimal wöchentlich selbst testen, auch im Fall der Notbetreuung.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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