Politik

US-Präsidentschaftskandidatin Behörden ermitteln gegen Jill Stein

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Jill Stein besprüht einen Bulldozer - das bringt ihr nun Ärger ein.

(Foto: AP)

Bei den Präsidentschaftswahlen in den USA gibt es nicht nur Trump und Clinton. Auch die Grünen schicken eine Kandidatin ins Rennen. Doch der steht jetzt Ärger ins Haus. Wegen eines Umweltprotests.

Die grüne US-Präsidentschaftskandidatin Jill Stein muss sich nach einer Demonstration gegen eine Ölpipeline wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten. Die Behörden im Staat North Carolina leiteten Ermittlungen gegen die Politikerin ein, nachdem sie einen Bulldozer mit roter Farbe besprüht hatte. Gegen das Bauprojekt protestiert der Stamm der Sioux. Die Ureinwohner sehen ihre Wasserversorgung gefährdet und kritisieren die Zerstörung heiliger historischer Stätten.

Der Polizei im Bezirk Morton zufolge verschaffte sich Stein gemeinsam mit ihrem Vize Ajamu Baraka und rund 200 weiteren Demonstranten am Dienstag Zugang zu einem Gelände, auf dem die Bulldozer standen. Dort hätten sie Eigentum zerstört, einige Protestierende hätten Messer bei sich gehabt und Masken getragen. Bauarbeiter waren zu dem Zeitpunkt nicht anwesend. Stein drohen nun maximal 30 Tage Gefängnis oder eine Geldstrafe oder beides.

Heilige Stätten zerstört

Die Grünen-Politikerin, die in den Umfragen auf rund fünf Prozent der Wählerstimmen kommt, veröffentlichte auf ihrem Twitter-Konto ein Bild, das sie beim Besprühen der Baumaschine zeigt. "Ich hoffe, die Behörden von North Dakota ermitteln gegen die wahren Zerstörer", schrieb sie dazu. Den Bau der Pipeline bezeichnet sie als "Vandalismus auf Steroiden".

Die Pipeline soll 1900 Kilometer lang sein und außer durch North Dakota durch drei weitere US-Staaten führen. Da sie unter dem Missouri River gebaut werden soll, sehen die Sioux ihre Wasserversorgung bedroht. Demnach wurden durch die Bauarbeiten zudem bereits mehrere heilige Stätten zerstört. Mitglieder anderer Stämme solidarisierten sich mit den Sioux und campieren seit Monaten in der Region.

Quelle: ntv.de, mli/AFP

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