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"Faschismus ist keine Meinung" Bielefeld demonstriert gegen Neonazis

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Gewerkschaften, Kirchen und Verbände zeigten gemeinsam Flagge.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zehntausende Menschen protestieren in Bielefeld gegen eine rechte Kleinpartei. Die Polizei sichert mit 1000 Einsatzkräften die Demonstration. Dass die Neonazis ausgerechnet heute zum Marsch aufrufen, nennt der Innenminister von Nordrhein-Westfalen "eine Schande".

Tausende Demonstranten sind in Bielefeld gegen einen Neonazi-Marsch auf die Straße gegangen. Man halte die etwa 230 Teilnehmer aufseiten der Kleinstpartei "Die Rechte NRW" und die rund 10.000 Beteiligten von insgesamt 14 Gegendemos mit zahlreichen Sperrungen auseinander, sagte eine Polizeisprecherin. Bis zum Nachmittag blieb es ruhig, Zwischenfälle wurden nicht gemeldet.

Teilnehmer einer Demonstration gegen Neonazis und rechte Gewalt in der Innenstadt von Bad Segeberg. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

10.000 Menschen demonstrierten in Bielefeld.

(Foto: Daniel Bockwoldt/dpa)

Die Rechte hatte ausgerechnet zum 81. Jahrestag der nationalsozialistischen Novemberpogrome zu Ehren der inhaftierten, mehrfach verurteilten Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck zu einem Marsch durch Bielefeld aufgerufen. Die Polizei war mit rund 1000 Kräften aus ganz Nordrhein-Westfalen vor Ort. Man habe den Rechten Äußerungen untersagt, die zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstacheln oder den öffentlichen Frieden stören könnten, und dem Versammlungsleiter eine Liste verbotener Parolen zugestellt.

Gewerkschaften, Kirchen, Verbände und Parteien zeigten unter dem Motto "Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen" gemeinsam Flagge gegen die Neonazis. Unter den verschiedenen Gegendemos gab es auch einen Fahrradkorso.

Das Verwaltungsgericht Minden hatte Ende September eine Verfügung des Polizeipräsidiums Bielefeld kassiert, den Aufzug wegen des "historisch belegten Gedenktages" der Pogromnacht vorzuverlegen. Der CDU-Innenminister des Bundeslandes, Herbert Reul, hatte die Versammlung an dem historischen Datum "eine Schande" genannt und von "purer Provokation rechter Spinner" gesprochen.

Quelle: n-tv.de, lri/dpa

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