Politik

Nach Schlappe bei Super Tuesday Bloomberg steigt aus Kandidatur-Rennen aus

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Bloomberg gibt seine Ambitionen für dieses Jahr auf.

(Foto: imago images/MediaPunch)

Ende eines 500-Millionen-Abenteuers: Der US-Milliardär Bloomberg gibt im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten auf. Nach einer herben Niederlage beim "Super Tuesday" stellt er sich nun hinter seinen bisherigen Konkurrenten Biden.

Der US-Milliardär Michael Bloomberg steigt aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten aus. Das teilte sein Wahlkampfstab mit. Er werde nun den früheren Vize-Präsidenten Joe Biden unterstützen, hieß es in der Erklärung weiter. "Ich werde dafür arbeiten, ihn zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten zu machen."

"Vor drei Monaten bin ich in das Präsidentschaftsrennen eingestiegen, um Donald Trump zu besiegen", erklärte der 78-jährige Medienmilliardär. "Heute verlasse ich das Rennen aus dem gleichen Grund: Um Donald Trump zu besiegen - denn mir ist klar, dass mein Verbleib ein Erreichen dieses Ziels erschweren würde."

Bloomberg hatte am sogenannten Super Tuesday, an dem 14 US-Staaten abstimmten, lediglich das US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa für sich verbuchen können. Der Ex-Bürgermeister von New York stand das erste Mal auf den Wahlzetteln. Die ersten vier Vorwahlen ließ er aus, konzentrierte sich stattdessen ganz auf den "Super Tuesday" und steckte 500 Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen in Wahlwerbung.

Bloomberg als New Yorker Bürgermeister erfolgreich

Nach Bloombergs Ausscheiden sind neben Biden nun nur noch die linken Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren ernsthafte Bewerber. Sie wollen bei der Präsidentenwahl am 3. November für die Demokraten gegen den republikanischen Amtsinhaber Trump antreten. Sanders liefert sich mit Biden einen Zweikampf, Warren ist dagegen weit abgeschlagen. Die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard, die ebenfalls noch im Rennen ist, gilt als völlig chancenlos.

Bloombergs Entscheidung, selbst zu kandidieren, war Beobachtern zufolge von der Überzeugung angetrieben, dass Biden ein schwacher Kandidat sei, dem es nicht gelingen würde, Trump zu schlagen. Inzwischen hat Biden aber wieder deutlich an Stärke gewonnen.

Bloomberg, einer der reichsten Menschen der Welt, gilt als moderater Demokrat: Er setzt sich für strengere Waffengesetze, den Kampf gegen den Klimawandel, Gesundheitsreformen und bessere Schulen ein. Im Wahlkampf forderte er zudem auch höhere Steuern für Vermögende. In New York war Bloomberg 2001 zunächst als Republikaner zum Bürgermeister gewählt worden. Er leitete die Stadt durch die schwierigen Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, später dann auch durch die globale Finanzkrise. Er war bis Ende 2013 Bürgermeister der Ostküstenmetropole. Zuletzt schloss sich Bloomberg den Demokraten an und wurde - auch wegen seiner entschiedenen Ablehnung Trumps - einer der wichtigen Spender für die Kandidaten und Anliegen der Partei.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/AFP/dpa

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