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Erdgasstreit vor Zypern Bohrschiff weicht türkischer Marine

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Unter der Mittelmeerinsel Zypern werden Erdgasvorkommen von "exzellenter Qualität" vermutet.

(Foto: picture alliance / Petros Karadj)

Im Streit um vermutete Erdgasvorkommen im Mittelmeer vor Zypern zeigt die Präsenz der türkischen Marine Wirkung. Das blockierte Bohrschiff räumt seine Position. Zypern kündigt im Gegenzug an, die Türkei gegenüber der EU zu blockieren.

Ankara hat sich im Streit zwischen der Türkei und Zypern um geplante Erdgasforschungen im Südosten der Mittelmeerinsel durchgesetzt: Das vom italienischen Energiekonzern ENI gecharterte Bohrschiff "Saipem 12.000" hat seine Position in der Nähe eines Forschungsgebietes im Südosten der Hafenstadt Larnaka in Richtung Westen verlassen. Dies berichtete das zyprische Staatsradio.

Ankara hatte mit Kriegsschiffen in den vergangenen zwei Wochen dieses Forschungsschiff daran gehindert, Bohrungen auf der Suche nach Erdgas zu starten. Ankara argumentiert, durch Bohrungen nach Erdgas ohne Zustimmung der türkischen Zyprer würden deren Rechte missachtet. Die türkische Marine werde künftig neue solche Forschungen verbieten.

Nikosia will nun nach Aussagen des zyprischen Außenministers Ioannis Kasoulides die weitere Annäherung der Türkei an die EU blockieren. Zyperns Präsident Nikos Anastasiades will beim EU-Gipfel die anderen Regierungschefs über die Lage informieren. Die kleine Inselrepublik ist nach einem griechischen Putsch und dem Einmarsch des türkischen Militärs seit 1974 geteilt. Unter dem Meeresboden südlich der Insel werden reiche Erdgasvorkommen vermutet.

Quelle: n-tv.de, mra/dpa

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