Politik

Terror in Bagdad Bombe reißt Dutzende in den Tod

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Die Bombe detonierte in der Nähe eines Marktes.

(Foto: REUTERS)

Ein Geländewagen explodiert nahe eines Marktes in der irakischen Hauptstadt. Der Anschlag gilt offenbar Schiiten. Es gibt viele Tote, die meisten Opfer sollen Frauen sein. Zu der Tat bekennt sich der IS.

Durch die Explosion einer Autobombe im schiitischen Sadr-Viertel von Bagdad sind Dutzende Menschen ermordet worden. In Krankenhäusern der irakischen Hauptstadt war von mindestens 50 Toten und mehr als 60 Verletzten die Rede. Viele von ihnen befänden sich einem ernsten Zustand. Allerdings gab es über die Zahl der Opfer unterschiedliche Angaben.

Zu der Tat bekannte sich die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat in einer - zunächst nicht verifizierbaren - Online-Botschaft. Der IS hat schon zahlreiche Mordanschläge auf Schiiten verübt.

Der Geländewagen mit der Bombe detonierte den Informationen zufolge vor einem Schönheitssalon in der Nähe eines Marktes. Die meisten Opfer seien Frauen, hieß es. Eine Nachrichtenagentur, die den IS unterstützt, meldete, der Anschlag eines Selbstmordattentäters habe Kämpfer einer schiitischen Miliz zum Ziel gehabt. Für den IS gelten schiitische Muslime als Abtrünnige.

Die IS-Extremisten hatten sich bereits zu einem Doppelanschlag im Februar im Sadr-Viertel bekannt. Damals kamen 70 Menschen ums Leben. Der IS hat noch immer weite Teile des Iraks und des Nachbarlandes Syrien unter seiner Kontrolle.

Das irakische Militär kämpft zusammen mit schiitischen Milizen vor allem im Norden und Westen des Landes gegen den IS und konnte die Extremisten zuletzt deutlich zurückdrängen. Durch die Auseinandersetzungen verschärften sich aber auch die Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten im Irak.

Quelle: ntv.de, hul/rts/dpa

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