Politik

Hamas-Dreieck hinterlassenBrandanschlag auf Grundstück des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten

04.01.2026, 17:20 Uhr
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Seit Juni 2024 ist Büttner Antisemitismusbeauftragter in Brandenburg. (Foto: picture alliance/dpa)

Unbekannte verüben einen Brandanschlag auf einen Schuppen auf dem Grundstück des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten. Zudem bringen sie dort ein Hamas-Dreieck an. Die Landesregierung zeigt sich entsetzt.

Das private Grundstück des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner in Templin ist Ziel eines mutmaßlichen Brandanschlags geworden. Das teilte Büttner mit. Der Staatsschutz nahm nach Angaben der Polizei Ermittlungen wegen Brandstiftung auf.

Die Polizei berichtete, am Morgen gegen 3.40 Uhr habe sie vom Brand eines Schuppens auf einem Privatgrundstück in einem Templiner Ortsteil erfahren. Die alarmierte Feuerwehr habe den Brand bekämpft. Niemand sei verletzt worden.

In unmittelbarer Nähe des angrenzenden Schuppens sei ein verfassungsfeindliches Symbol angebracht worden. Der Hintergrund des Anschlags und die Motivlage seien Gegenstand weiterer Ermittlungen. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll auf der Haustür ein rotes Dreieck als Symbol der Hamas angebracht worden sein.

Der Antisemitismusbeauftragte Büttner sagte: "Meine Familie befand sich zu diesem Zeitpunkt im Haus. Wir sind körperlich unverletzt, stehen aber unter dem Eindruck eines schweren Angriffs." Büttner erklärte: "Ich werde mich davon nicht einschüchtern lassen."

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke verurteilte den Vorfall. "Extremismus in jedweder Form darf in Brandenburg keinen Platz haben", teilte der SPD-Politiker mit. "Gewalt gegen Personen oder Dinge ist und bleibt absolut inakzeptabel. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und ich hoffe, dass der oder die Täter schnell gefasst werden."

Landesinnenminister René Wilke versicherte Büttner die Solidarität des Landes. "Andreas Büttner leistet als Beauftragter zur Bekämpfung des Antisemitismus des Landes Brandenburg einen besonderen Dienst am Land und seinen Menschen", teilte Wilke mit. "Wir werden Herrn Büttner weiter zur Seite stehen."

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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