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Stützpunkt in Bahrain Briten eröffnen Militärbasis in Golfregion

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Der britische Verteidigungsminister Gavin Willliamson.

(Foto: REUTERS)

Nach fast 50 Jahren richtet sich Großbritannien mit seinem Militär wieder am Persischen Golf ein. Der Stützpunkt in Bahrain mit Hunderten Soldaten soll den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat stärken.

Im Rahmen seines Kampfes gegen Dschihadisten hat Großbritannien in Bahrain seinen ersten Militärstützpunkt in der Region seit fast einem halben Jahrhundert eröffnet. Auf der Basis südlich von Bahrains Hauptstadt Manama sollten rund 300 britische Soldaten sowie unterstützendes Personal stationiert werden, teilte das britische Verteidigungsministerium mit.

An der Eröffnungszeremonie nahmen Medienberichten zufolge Prinz Andrew und Bahrains Kronprinz Salman bin Hamad bin Isa Al Chalifa teil. "Unsere Präsenz in Bahrain wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, Großbritanniens Sicherheit zu bewahren und die Sicherheit im Golf zu stärken", erklärte der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson. "Was in der Golfregion passiert, hat einen direkten Einfluss auf die nationale Sicherheit des Vereinigten Königreichs, unseren Wohlstand und die Sicherheit unserer Bürger."

Daher sei die Zusammenarbeit mit Partnern wie Bahrain von großer Bedeutung. Großbritannien sowie Bahrain gehören der von den USA angeführten Koalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak an. In Bahrain ist auch die Fünfte Flotte der US-Marine stationiert.

Großbritannien hatte seine Soldaten 1971 von Stützpunkten in der Golfregion abgezogen. Damit wurde ein Plan umgesetzt, die Truppenstützpunkte "östlich von Suez" aufzugeben. Seine 2003 im Irak errichteten Stützpunkte gab das Land 2009 auf.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP

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