Politik

Brexit zeigt Folgen Britische Regionen finanziell weiter abgehängt

imago90126698h (2).jpg

Abenddämmerung an der britischen Küste.

(Foto: imago images / Joana Kruse)

Eines der großen Versprechen von Premier Johnson lautete: Die britischen Regionen sollten durch den EU-Austritt keine finanziellen Einbußen haben. Offenbar hat dies nicht geklappt, wie nun ein Parlamentsbericht zeigt. Vielmehr müssen die Regionen massive finanzielle Einbußen verkraften.

Die britischen Regionen sind einem Parlamentsbericht zufolge seit dem Brexit finanziell deutlich schlechter gestellt. "Die Regierung behauptete, dass der Fonds des Vereinigten Königreichs für gemeinsamen Wohlstand der Nachfolger der EU-Strukturinvestitionsfonds sein würde", stellte der Bericht des parlamentarischen Ausschusses für das Finanzministerium fest. Tatsächlich bringe er "jedoch nur 60 Prozent des Geldes auf, das aus den EU-Fonds bereitgestellt" wurde.

Damit widersprach der Bericht zentralen Versprechungen des britischen Premierministers Boris Johnson, der gesagt hatte, dass die Regionen vom Austritt aus der EU keine finanziellen Einbußen hätten. "Wenn der neue Fonds eines der Kernstücke der Regierungsambitionen sein soll, ist es erstaunlich, dass die Größe dieses Fonds so reduziert wurde", betonen die Autoren.

Sie warnten zudem davor, dass die einfache "Umbenennung bestehender Programme nicht die gewünschte Wirkung haben wird". Downing Street hatte Ende Oktober unter anderem sieben Milliarden Pfund für die Renovierung von Zügen und Bussen angekündigt, wobei sich später herausstellte, dass ein großer Teil der Mittel bereits zuvor zugewiesen und angekündigt worden war. Viele britische Regionen und Städte waren vor dem Brexit für die Finanzierung ihres Strukturwandels stark von EU-Geldern abhängig.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen