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Absage an längere Arbeitszeit Bsirske sieht Rentenbeiträge steigen

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Bsirske konstatiert, dass wer riestert, schon längst mehr für die Altersvorsorge aufwendet.

(Foto: picture alliance / Sebastian Wil)

Wie lässt sich Altersarmut vermeiden? Für Verdi-Chef Bsirske ist eine Anhebung der Rentenbeiträge unumgänglich. Zudem müsse der Bund mehr Geld zuschießen, um das System zu finanzieren.

Die Rentenbeiträge müssen nach Ansicht von Verdi-Chef Frank Bsirske deutlich steigen, um Altersarmut zu vermeiden. Wenn die Rente reichen solle, gebe es keine andere Möglichkeit, sagte er im SWR. "Man muss die Beitragssätze anheben, das ist keine Frage." Derzeit beträgt der Beitrag für pflichtversicherte Arbeitnehmer 18,6 Prozent, Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen ihn je zur Hälfte.

Die Beiträge für Arbeitnehmer seien aber schon heute real deutlich höher, sagte Bsirske. Es werde erwartet, "dass man riestert". "Gesetzlich plus Riester" liege der Beitragsatz für Arbeitnehmer zwischen 13 und 14 Prozent, so Bsirske. Die Profiteure dieser Art von Alterssicherungspolitik seien die Versicherungskonzerne. Der Gewerkschaftschef kritisierte "eine Vereinseitigung der Sozialpolitik, die in dieser Form nicht akzeptabel ist".

Bsirske verwies zudem auf die Notwendigkeit, dass der Bund deutlich mehr Steuermittel zuschießen müsse, um die Beitragssätze nicht zu stark zu erhöhen. Vorschlägen, das Rentenalter deutlich anzuheben, erteilte er eine Absage: "Das ist, glaube ich, kein Ziel." Es gebe viele Menschen, die mit 65 Jahren nicht mehr arbeiten könnten. Ein späterer Renteneintritt bedeute dann faktisch nur Rentenkürzungen.

Quelle: n-tv.de, jwu/AFP

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