Politik

Lkw-Anschlag am Breitscheidplatz Bund hilft Terroropfern mit Millionen Euro

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An der Berliner Gedächtniskirche erinnert ein Mahnmal an die Opfer des Anschlags.

(Foto: picture alliance / Bernd von Jut)

Kurz vor Weihnachten 2016 steuert Anis Amri einen gestohlenen Lkw auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Zwölf Menschen sterben. Für die Hinterbliebenen und weiteren Opfer des Anschlags zahlt der Bund 2,7 Millionen Euro - dabei soll es aber nicht bleiben.

Opfer des Weihnachtsmarktanschlags am Berliner Breitscheidplatz und Hinterbliebene haben einem Bericht zufolge bislang rund 2,7 Millionen Euro vom Bund erhalten. Die höchste Einzelsumme sei dabei mit 350.000 Euro an einen Schwerstverletzten geflossen, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf einen Regierungsbericht, der am Mittwoch vom Bundeskabinett beraten werden soll.

Bei dem Anschlag am 19. Dezember 2016 auf dem Berliner Breitscheidplatz waren zwölf Menschen getötet worden. Der Islamist Anis Amri hatte die Tat mit einem gestohlenen Lastwagen verübt. Er war als Asylbewerber nach Deutschland gekommen und hatte sich mit verschiedenen Identitäten bewegt. Nach dem Anschlag setzte er sich nach Italien ab, wo er später von der Polizei erschossen wurde. Es war der bislang schwerste islamistische Terroranschlag in Deutschland.

164 Anträge auf Härteleistungen des Bundes sind seitdem gestellt worden, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland weiter. Nach dem Anschlag waren die Härteleistungen rückwirkend erhöht worden. Das Bundesarbeitsministerium strebe nun weitere Verbesserungen an, hieß es in dem Bericht.

Unter anderem sollten die Entschädigungszahlungen weiter erhöht werden. Außerdem sollten Opfer von Gewalttaten schnell und unbürokratisch Zugang zu Sofort- und Akuthilfen bekommen, etwa in Traumaambulanzen.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa