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Terrorprozess gegen acht Männer Bundesanwalt klagt Chemnitzer Gruppe an

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Im vergangenen Oktober wurden die Mitglieder der "Revolution Chemnitz" festgenommen.

(Foto: Christoph Schmidt/dpa)

Mit Anschlägen wollten sie die Bundesregierung stürzen: Seit Oktober sitzen acht Angehörige der Gruppe "Revolution Chemnitz" in U-Haft. Wegen Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung hat der Bundesanwalt nun Anklage gegen die Männer aus Sachsen erhoben.

Der Prozess gegen die mutmaßlichen Rechtsterroristen der Gruppe "Revolution Chemnitz" soll am Oberlandesgericht Dresden stattfinden. Dort hat die Bundesanwaltschaft am 18. Juni Anklage gegen die acht Männer erhoben, wie die Karlsruher Behörde nun mitteilte. Bereits am Dienstag hatte eine Sprecherin nach einem entsprechenden Medienbericht bestätigt, dass die Beschuldigten nun angeklagt wurden. Wegen der Einzelheiten wurde aber auf die schriftliche Mitteilung verwiesen.

Den 21 bis 31 Jahre alten Männern aus Sachsen wird die Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung vorgeworfen. Ihr Ziel sei es gewesen, mit gewalttätigen und bewaffneten Anschlägen die Überwindung des Rechtsstaats zu erreichen. Diese "Revolution" sollte den Ermittlern zufolge "mit einem symbolträchtigen Geschehen am Tag der Deutschen Einheit" 2018 eingeleitet werden. Kurz zuvor waren die Männer festgenommen worden. Sie sitzen in Untersuchungshaft.

Für die Anschläge wollten sich die Männer den Angaben zufolge halbautomatische Schusswaffen besorgen, sie hätten dazu auch schon "verschiedene Anstrengungen" unternommen. Treffen wollte die Gruppe demnach ausländische Mitbürger und politisch Andersdenkende, aber auch "Vertreter des politischen Parteienspektrums und Angehörige des sogenannten gesellschaftlichen Establishments".

Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass Übergriffe auf Jugendliche und Ausländer in Chemnitz am 14. September ein "Probelauf" für Berlin sein sollten. Fünf der Männer wird deshalb Landfriedensbruch in einem besonders schweren Fall zur Last gelegt. 

Der mutmaßliche Anführer der Gruppe, Christian K., ist als Rädelsführer angeklagt. Laut NDR und WDR soll er mehrfach Kontakt zum sächsischen Verfassungsschutz gehabt haben, zuletzt Ende 2015. Alle Angeklagten gehörten laut Bundesanwaltschaft der Hooligan-, Skinhead- und Neonazi-Szene im Raum Chemnitz an. Die Rechtsextremen sollen sich über den Messenger-Dienst Telegram in einer Gruppe namens "Planung der Revolution" organisiert haben. Im Profilbild habe "Revolution Chemnitz" gestanden.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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