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Zahlen "deutlich zurückgegangen" Bundeswehr beschäftigt weniger Extremisten

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Drei Verfahren gegen verdächtige Bundeswehrsoldaten sind derzeit noch nicht abgeschlossen.

(Foto: picture alliance / Marcel Kusch/)

Fälle wie die des Franco A. haben die Bundeswehr in den vergangenen Jahren in Verruf gebracht. Konsequent nimmt sich die Truppe die Rechtsextremen und Islamisten in den eigenen Reihen daraufhin vor - mit Erfolg, wie neue Zahlen belegen.

Die Bundeswehr hat einem Bericht zufolge seit dem Jahr 2011 in ihren Reihen 89 Rechtsextremisten und 24 Islamisten überführt. In drei Fällen laufen noch Verfahren, alle anderen Verdächtigen wurden vorzeitig entlassen oder schieden aus dem Dienst aus, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf das Bundesverteidigungsministerium schrieben.

Mit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 sei sowohl die Zahl der Verdachtsfälle als auch die der erkannten Rechtsextremisten in der Bundeswehr "deutlich zurückgegangen", erklärte der Vizepräsident des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), Flotillenadmiral Michael Kulla. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums halbierte sich demnach die Zahl der Verdachtsfälle mit rechtsextremem Hintergrund von ursprünglich 600 im Jahr auf durchschnittlich 300.

Der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels sagte den Funke-Zeitungen, "die Bundeswehr will keine Nazis in ihren Reihen. Wenn man sie von vornherein rausfischen kann, umso besser." Die Bundeswehr schaue genauer hin als viele andere staatliche Organisationen.

Seit Juli 2017 führt der MAD dem Zeitungsbericht zufolge erstmals bei allen Bewerbern der Bundeswehr vor Einstellungen eine Sicherheitsüberprüfung durch, laut Ministerium in mehr als 15.000 Fällen. Im Ergebnis sei demnach mehreren Personen aufgrund eines extremistischen Hintergrundes der Eintritt in die Bundeswehr - und damit auch der Zugang zur Ausbildung an Kriegswaffen - verwehrt worden.

Insgesamt gab es dem Bericht zufolge seit 2011 rund 300 Verdachtsfälle von Islamismus bei der Bundeswehr, von denen sich 200 nicht bestätigt hätten. In 76 Fällen verließen die Verdächtigen demnach die Truppe, bevor der Verdacht zweifelsfrei geklärt werden konnte. Als Linksextremisten wurden demnach von 2008 bis 2018 nur 15 Bundeswehr-Angehörige bewertet, seit 2011 sogar nur in einem einzigen Fall.

Quelle: n-tv.de, lou/AFP

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