Politik

Parlament verlängert Einsätze Bundeswehr bleibt weiter im Südsudan

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Transall-Transportmaschine der Bundeswehr im südsudanesischen Mopti: Bis zu 50 deutsche Soldaten sollen in dem Land weiterhin zum Einsatz kommen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Für mindestens ein weiteres Jahr beteiligt sich Deutschlands Militär an zwei UN-Missionen in Sudan und Südsudan. Mehrere Dutzend deutsche Soldaten sollen dort so weiterhin Ausbildungs- und Sicherungsaufgaben übernehmen.

Der Einsatz der Bundeswehr im Südsudan ist vom Bundestag um ein weiteres Jahr verlängert worden. So wird sich die deutsche Armee auch weiterhin an den beiden UN-Friedensmissionen Unamid und Unmiss sowohl im Sudan als auch im Südsudan beteiligen. Unamid dient vor allem dem Schutz von Zivilisten in der sudanesischen Krisenregion Darfur und soll den Dialog zwischen den dortigen Konfliktparteien befördern.

Der Beitrag der Bundeswehr bei den Missionen in Ostafrika besteht aus Hilfe bei der technischen Ausrüstung und Ausbildung von Truppen der beteiligten, in erster Linie afrikanischen Staaten, außerdem in Beratungs-, Verbindungs- und Unterstützungsmaßnahmen sowie der Beteiligung an Führungsaufgaben im Stabsdienst. Dafür können bis zu 50 deutsche Soldaten eingesetzt werden.

Die von UNO und Afrikanischer Union (AU) gemeinsam geführte Mission läuft bereits seit 2007, derzeit im Einsatz sind zehn Bundeswehr-Soldaten.

Staatsaufbau rückt in den Hintergrund

Bei Unamiss geht es ebenfalls in erster Linie um den Schutz der Zivilbevölkerung in den seit 2013 massiv verschärften, bewaffneten Konflikten des Landes, das seit 2011 von Sudan unabhängig ist. Dagegen ist das ursprüngliche Ziel, den Aufbau staatlicher Strukturen zu unterstützen, weitgehend in den Hintergrund getreten.

Auch bei dieser Mission besteht der Beitrag der Bundeswehr vorrangig in Ausbildung, technischer Hilfe und weiteren Beratungs- und Unterstützungsaufgaben. Auch hier können bis zu 50 deutsche Soldaten eingesetzt werden. Tatsächlich sind derzeit 16 Bundeswehrsoldaten im Südsudan im Einsatz. Außerdem arbeiten sieben deutsche Polizisten für die UN-Mission dort.

Quelle: ntv.de, bwe/AFP