Politik

Nach Kämpfen mit Separatisten Bundeswehr fliegt verletzte Ukrainer aus

107125358.jpg

Ein Airbus der Bundeswehr brachte die verletzten Soldaten nach Deutschland (Symbolbild).

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit fünf Jahren bekämpfen sich ukrainische Soldaten und prorussische Separatisten im Osten des Landes. Nun kommt es wieder zu Ausschreitungen mit mehreren Schwerverletzten. Die Bundeswehr fliegt 15 Männer zur medizinischen Versorgung nach Deutschland.

Die Bundeswehr hat aus der Ostukraine 15 Soldaten nach Deutschland ausgeflogen, die bei Kämpfen mit prorussischen Separatisten schwere Verletzungen davongetragen haben. Sie wurden in Anwesenheit des deutschen Botschafters in Kiew, Ernst Reichel, auf Tragen in einen Airbus der Bundeswehr gebracht. Nach ihrer Landung in Deutschland sollen sie medizinisch behandelt werden. Bundeswehr-Arzt Michael Uhl sagte, fünf Verletzte würden in Berlin behandelt, fünf weitere in Ulm und die übrigen fünf im rheinland-pfälzischen Koblenz.

"Mein Sohn befindet sich in einem ernsten Zustand", sagte Valentina Spas, Mutter von einem der verletzten Soldaten. Ihr Sohn wurde an Gesicht, Arm, Schulter und Brust verletzt. "Ich bin den deutschen Ärzten sehr dankbar für ihre Bereitschaft, die Soldaten zu behandeln", sagte die Mutter einem Reporter.

Seit dem Beginn des bewaffneten Konflikts in der Ostukraine vor fünf Jahren hat die Bundeswehr damit bereits 127 verletzte ukrainische Soldaten zur Behandlung nach Deutschland gebracht. Auch andere EU-Länder, darunter Estland, Litauen und Polen, haben verletzte Ukrainer zur medizinischen Behandlung bei sich aufgenommen. In dem Konflikt im Osten der Ukraine wurden bereits fast 13.000 Menschen getötet und Zehntausende weitere verletzt.

Kiew und der Westen werfen Russland vor, die Separatisten militärisch zu unterstützen. Obwohl Recherchen mehrerer Medien diesen Vorwurf stützen, weist Moskau ihn zurück. Die Bundesregierung vermittelt zusammen mit Frankreich im sogenannten Normandie-Format zwischen der Ukraine und Russland.

Quelle: n-tv.de, lri/AFP

Mehr zum Thema