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Kommunalwahlen im Norden CDU führt in Schleswig-Holstein

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Stimmungstest auf kommunaler Ebene: Zur Wahl in Schleswig-Holstein aufgerufen sind 2,4 Millionen Wählerinnen und Wähler.

(Foto: dpa)

Noch sind es nur erste Schätzungen: Bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein zeichnet sich ein deutlicher Sieg der Christdemokraten ab. Die SPD kommt demnach deutlich über 20 Prozent. Drittstärkste Kraft könnten die Grünen werden.

Die CDU geht laut einer ersten Trendabschätzung als stärkste Kraft aus der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein hervor. Landesweit können die Christdemokraten demnach mit 36,0 Prozent der Stimmen rechnen (2013: 38,9) und würde damit klar vor der SPD liegen, die auf 22,7 Prozent der Stimmen käme (29,8).

Dahinter folgen der Schätzung im Auftrag des NDR zufolge die Grünen mit etwa 15,5 Prozent, die FDP mit 6,6 Prozent und die AfD mit 5,5 Prozent. Wählergemeinschaften bekamen dem Trend zufolge landesweit 6,3 Prozent der Stimmen. Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) erzielte demnach 2,3 Prozent. Die Schätzung beruht auf Zwischenergebnissen der Kreise und kreisfreien Städte.

Die Bevölkerung im nördlichsten deutschen Bundesland Schleswig-Holstein stimmte am Sonntag über die künftige Zusammensetzung der Kommunalparlamente ab. Um 18.00 Uhr schlossen die Wahllokale, die am Morgen gegen 8.00 Uhr geöffnet hatten. Rund 2,4 Millionen Menschen waren zur Kommunalwahl aufgerufen.

Bis 17.30 Uhr hatten laut Landeswahlleitung 44,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmzettel abgegeben. Zur gleichen Zeit vor fünf Jahren waren es 41,7 Prozent. Am Ende stand seinerzeit eine Wahlbeteiligung von 46,7 Prozent. Erste Ergebnisse vom Sonntag werden erst für den späten Abend erwartet.

Die Kommunalwahl vor fünf Jahren hatte die CDU mit landesweit 38,9 Prozent klar vor der SPD mit 29,8 Prozent gewonnen. Es folgten die Grünen mit 13,7 und die FDP mit 5,0 Prozent. Wählergemeinschaften holten 4,8 Prozent, der SSW 2,9 und die Linke 2,5 Prozent. Die mittlerweile im Landtag vertretene AfD war damals noch nicht mit dabei.

Testwahl für das Jamaika-Bündnis

Ministerpräsident und CDU-Landeschef Daniel Günther hatte für diese Wahl das Ziel ausgegeben, den Abstand zur SPD noch zu vergrößern. Außerdem wollte er mit seiner Partei in den Städten stärker werden. Der SPD-Landeschef Ralf Stegner hatte für seine Partei kein konkretes Ziel formuliert.

Obwohl bei einer Kommunalwahl lokale Angelegenheiten im Vordergrund stehen, wird der Wahlausgang ein Jahr nach der Landtagswahl auch Hinweise auf die Stimmungslage im ganzen Land geben, das seit mehr als zehn Monaten von CDU, Grünen und FDP regiert wird.

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Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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