Politik

Keine weiteren Personaldebatten CSU-Landesgruppe wählt Dobrindt zum Chef

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Alexander Dobrindt übernimmt in Zukunft die Führung der CSU im Bundestag.

(Foto: dpa)

Alexander Dobrindt übernimmt die politische Führung der CSU im Bundestag. Der scheidende Verkehrsminister untermauert sein Vertrauen in die Partei und Ministerpräsident Horst Seehofer.

Der bisherige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ist zum neuen Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Bundestag gewählt worden. In der konstituierenden Sitzung der frisch gewählten Abgeordneten erhielt der 47-Jährige 41 Ja-Stimmen, wie es aus Teilnehmerkreisen hieß. Es gab 3 Nein-Stimmen, eine Enthaltung und eine ungültige Stimme.

Dobrindt folgt auf Gerda Hasselfeldt, die nicht mehr für das Parlament kandidiert hatte. Nach schweren Einbußen bei der Bundestagswahl ist die Landesgruppe der CSU als Teil der Unionsfraktion von zuvor 56 auf 46 Abgeordnete geschrumpft.

Der designierte neue Chef der CSU-Landesgruppe hat Rücktrittsforderungen an seinen Parteichef und bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer zurückgewiesen. "Es gibt keine Personaldebatte in der CSU-Landesgruppe", sagte Dobrindt. Es gelte nun, zuerst den Wählerauftrag nach der Bundestagswahl abzuarbeiten. "Und den werden wir mit Herrn Seehofer abarbeiten."

Zuvor hatte der CSU-Landtagsabgeordnete Alexander König den Rückzug Seehofers gefordert. Für die im Herbst 2018 anstehende Landtagswahl in Bayern brauche es einen anderen Spitzenkandidaten, sagte König. Die bayerische Schwesterpartei der CDU hat bei der Bundestagswahl herbe Verluste erlitten und ist um 10,5 Prozentpunkte auf 38,8 Prozent abgestürzt. Im Bundestag bildet sie traditionell mit der CDU eine Fraktion.

Quelle: n-tv.de, mba

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