Politik

Brutale Rangelei in Manchester China verteidigt Vorgehen von Diplomaten

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Blick auf das chinesische Konsulat in Manchester. Die Polizei untersucht einen Angriff auf einen Demonstranten.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Einem Bericht der BBC zufolge wird ein Demonstrant von Mitarbeitern des chinesischen Konsulats in Manchester auf das Gelände gezerrt und dort verprügelt. Das chinesische Außenministerium verteidigt das Verhalten, der britische Außenminister Cleverly fordert hingegen eine Erklärung für den Vorfall.

Nach dem gewaltsamen Zwischenfall bei einem Protest am chinesischen Konsulat in Manchester hat Chinas Außenministerium das handgreifliche Vorgehen seiner Diplomaten gegen Hongkong-Aktivisten verteidigt. Der britische Außenminister James Cleverly bestellte unterdessen den Stellvertreter des derzeit außer Landes weilenden chinesischen Botschafters in Großbritannien ein und forderte eine Erklärung für den Vorfall.

Die Regierung in London sei "extrem besorgt" über die gewaltsamen Szenen und habe die Botschaft darüber informiert, dass friedlicher Protest geduldet werden müsse, sagte Außenstaatssekretär Jesse Norman der Nachrichtenagentur PA zufolge.

Chinas Außenamtssprecher Wang Wenbin betonte hingegen vor der Presse in Peking, diplomatische Missionen hätten das Recht, "notwendige Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit, des Friedens und der Würde ihres Geländes zu treffen". Die Demonstranten hätten sich "illegal Zugang" verschafft und die Sicherheit des Konsulats gefährdet. China hoffe, dass die britische Seite "wirksame Maßnahmen" ergreife, um den Schutz des Konsulats zu verbessern, sagte der Sprecher weiter.

Bei dem Zwischenfall war ein Demonstrant laut einem Bericht der BBC von Konsulatsmitarbeitern auf das Anwesen gezerrt und verprügelt worden. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag bei einer Demonstration für Demokratie in Hongkong vor dem Konsulat.

In einem Video ist zunächst zu sehen, wie ein Mann Plakate niederreißt. Am Tor entsteht ein Handgemenge. Mehrere Männer schlagen innerhalb des Geländes auf eine Person ein, bevor ein Polizist den Mann herauszieht. Nach Angaben einer britischen Abgeordneten soll der chinesische Generalkonsul selbst in den Vorfall verwickelt gewesen sein. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür bisher nicht.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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