Politik
Samstag, 08. Juli 2017

Liveticker zum G20-Gipfel: Das passierte am 7. Juli 2017

Die Lage rund um die Schanze scheint sich zu beruhigen. Es komme aber immer noch zu einzelnen Sachbeschädigungen durch Kleingruppen, twittert die Polizei. Der U-Bahnhof Schlump, der wegen eines Einsatzes gegen Randalierer kurzzeitig gesperrt war, ist wieder freigegeben.

+++ 01:00 Schulterblatt größtenteils geräumt +++
Ein Großteil der Straße Schulterblatt ist nach Angaben der Polizei mittlerweile geräumt. In diesem Zusammenhang bestätigt die Polizei den Einsatz von Spezialkräften. Die Gefährdung sei erheblich gewesen. Es habe Hinweise darauf gegeben, dass Angriffe mit Molotow-Cocktails, Zwillen und Wurfgegenständen vorbereitet worden seien.

+++ 00:47 G20-Ermittlungsausschuss gibt Polizei Schuld an Eskalation +++
Der G20-Ermittlungsausschuss, der in Kontakt mit Demonstranten steht, hat der Polizei die Schuld an den gewalttätigen Auseinandersetzungen zugewiesen. Die angestaute Wut über die "brutalen Gewaltexzesse" der Polizei im Verlauf der G20-Demonstrationen habe sich in vielfältigen militanten Aktionen der Demonstranten und in Auseinandersetzungen mit den Einsatzkräften der Polizei entladen, heißt es in einer Presseerklärung. Die Polizei war zuvor auch mit Spezialeinheiten in das Schanzenviertel eingerückt.

Schwerbewaffnete Spezialeinheiten stürmen das Schanzenviertel.
Schwerbewaffnete Spezialeinheiten stürmen das Schanzenviertel.(Foto: dpa)

+++ 00:28 Anwohner verjagen Randalierer +++
Während die Polizei im Schanzenviertel gegen den Schwarzen Block vorgeht, weichen immer mehr Randalierer in die umliegenden Stadtteile aus. Auf ihrer Flucht versuchen sie, soviel Zerstörung wie möglich anzurichten - und werden immer wieder von wütenden Anwohnern verjagt. "Verpisst euch, wir wollen euch hier nicht", ruft eine junge Frau in der Simon-von-Utrecht-Straße einer großen Gruppe Randalierer entgegen und angelt danach einen brennenden Bengalo aus einem Auto, das die Linksextremisten anzünden wollten.

+++ 00:11 Fotograf mit Schlagstock attackiert +++
An der Roten Flora geht die Polizei mit dem Schlagstock auch gegen einen Fotografen vor. Die Polizei verbietet Journalisten, den Sicherheitskräften bei ihrem Vorrücken gegen die Autonomen zu folgen.

+++ 23:58 Wasserwerfer gehen vor Roter Flora in Stellung +++
Die Polizei bringt Wasserwerfer nahe der Roten Flora in Stellung und fordert Unbeteiligte auf, sich von dort zu entfernen. Ein Hubschrauber mit Suchscheinwerfer schwebt am Himmel über der Roten Flora.

+++ 23:46 Polizei stürmt Schanzenviertel +++
Die Polizei rückt gegen die Randalierer in der Schanze vor. Unbeteiligte werden dringend aufgefordert, sich zu entfernen. Polizeisprecher Zill sagte dem Sender N24, die Einsatzkräfte seien anfangs zögerlich gewesen. Man habe zunächst Kräfte gesammelt, zudem habe die Polizei auf die Sicherheit der Beamten achten müssen. So seien Gehwegplatten auf Dächer gebracht und Molotow-Cocktails vorbereitet worden.

+++ 23:39 Schanzenviertel momentan "polizeifreie Zone" +++
Das Schanzenviertel in der Umgebung der Roten Flora ist nach Einschätzung von Andreas Blechschmidt, einem der Sprecher der Anmelder der Demo "Welcome to Hell", momentan eine "komplett polizeifreie Zone." Es brennen auf dem Schulterblatt drei Barrikaden, "ungefähr 2000 Leute sind auf der Straße."

(Foto: dpa)

+++ 23:10 Rund 2000 randalieren auf dem Schulterblatt +++
Die Lage im Schanzenviertel spitzt sich am späten Abend dramatisch zu. Die Polizei umstellte eine Kreuzung nahe der Straße Schulterblatt, in der sich rund 2000 Randalierer aufhalten, schickt aber lediglich kleinere Gruppen von Beamten in das Geschehen. "Die Situation ist sehr ernst", heißt es. Derweil steigt die Zahl der Festgenommenen nach Polizeiangaben auf 83.

+++ 22:43 Schäuble zieht positive G20-Zwischenbilanz +++
Finanzminister Wolfgang Schäuble zieht eine positive Zwischenbilanz des G20-Gipfels. Bei den eigentlichen G20-Fragen werde "mit wachsendem Erfolg" weitergearbeitet, sagt er der ARD.

+++ 22:31 Berliner Polizeigewerkschaftler sprechen von Terror +++
Der Berliner Kreisverband der Deutschen Polizeigewerkschaft springt den Kollegen in Hamburg zur Seite und verteidigt deren Einsatz gegen die Demonstranten. "Es kann hier nur seitens aller Parteien eine Distanzierung zu den Gewaltausbrüchen von Demonstranten geben", hieß es in einer Erklärung. "Denn sobald Demonstranten einen Gegenstand zur Bewaffnung aufnehmen, machen sie sich zu Tätern und - im Falle von Hamburg - zu Straftätern, die Terror verbreiten und vor versuchtem Mord an Polizisten nicht zurückschrecken."

+++ 22:19 Randalierer plündern Geschäfte in der Schanze +++
Bewohner des Schanzenviertels reagieren angesichts der meterhohen Feuer auf den Straßen, Tausender militanter Demonstranten und Plünderungen von Geschäften laut Polizei zunehmend genervt. Sie hätten sich demnach von den Störern distanziert und aufgefordert, die Krawalle zu beenden. Anscheinend ohne Erfolg. Randalierer klettern Berichten zufolge mittlerweile auf Baugerüste und Dächer.

+++ 22:07 Melania konnte Trump und Putin nicht trennen +++
Fast zweieinhalb Stunden haben US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin miteinander gesprochen - und auch First Lady Melania konnte die beiden offenbar nicht trennen. Nach dem Treffen berichtete US-Außenminister Rex Tillerson, dass Trumps Ehefrau nach anderthalb Stunden in den Raum gekommen sei, um auf die Verspätung hinzuweisen und die beiden voneinander zu trennen. Doch ihr Versuch blieb erfolglos. Das Treffen habe auch nach dem Eingreifversuch noch eine volle Stunde gedauert.

+++ 21:55 G20-Staatsgäste dinieren in der Elphi +++
Die Staats- und Regierungschefs sitzen aktuell übrigens beim Abendessen im Kleinen Saal der Elbphilharmonie.

(Foto: dpa)

(Foto: dpa)

 

+++ 21:44 Mittlerweile 196 verletzte Polizeibeamte +++
Mittlerweile meldet die Polizei 196 verletzte Beamte. Am Neuen Pferdemarkt reißen Demonstranten immer mehr Pflastersteine aus den Gehwegen.

(Foto: dpa)

+++ 21:33 Polizei: Schaulustige behindern Arbeit +++
Die Polizei bittet Schaulustige, sich von den Ausschreitungen fernzuhalten. "Sie erschweren unsere Arbeit", heißt es in einem Tweet. Der Demo unter dem Namen "Revolutionäre Anti-G20-Demo" in St. Pauli rechnet die Polizei derzeit 1500 Teilnehmer zu. Es werde "Ganz Hamburg hasst die Polizei" skandiert.

+++ 21:20 Block20-Veranstalter feiern Tag als Erfolg +++
Die Organisatoren von BlockG20 feiern den heutigen Tag als Erfolg. "Die Polizei hat uns geschlagen, mit Pfefferspray und Wasserwerfern attackiert, aber wir haben trotz der enthemmten Gewalt der Staatsmacht nicht aufgegeben", zitiert die Hamburger Morgenpost den Bündnissprecher Christian Blank. "Bis hierhin war dieser Tag unser gemeinsamer Erfolg." Obwohl der organisierte Block20-Protest beendet sei, würden viele Aktivisten auf der Straße bleiben und "Block20 in ihrem Sinne fortführen".

+++ 21:07 Massive Zusammenstöße im Schanzenviertel +++
Aktuell spitzt sich die Lage im Schanzenviertel weiter zu. Gewalttätige Demonstranten reißen Bretter von einem Baugerüst ab und werfen sie in eine brennende Barrikade. Mehrere Hundertschaften rücken gegen die Vermummten vor. n-tv-Reporter Carsten Lueb berichtet von explodierenden Böllern und dem massiven Einsatz von Wasserwerfern. Immer wieder fliegen Pflastersteine auf die Polizisten. 

Verfolgen Sie die aktuellen Ereignisse auch bei n-tv oder im Livestream bei n-tv.de.

+++ 20:55 Juncker sieht kaum Chance auf Konsens mit USA +++
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker äußert sich skeptisch über die Chancen, eine Einigung im Streit über Handelsfragen zu erzielen. "Wir werden [...] die Auseinandersetzung über Handelsverträge mit den Amerikanern morgen weiterführen, aber ich mach mir da nicht viel Hoffnung", sagt Juncker im ZDF.

+++ 20:43 Zahl der verletzten Polizisten steigt auf 175 +++
Die Zahl der Festnahmen steigt nach Angaben der Polizei auf 83 - zusätzlich sind seit Einsatzbeginn am Donnerstag 17 Personen in Gewahrsam genommen worden. "Leider haben wir aber auch 175 verletzte Kollegen zu beklagen", twittert die Polizei.

+++ 20:28 Staatsgäste lauschen Beethovens Neunter +++
Es ist ein bisschen bizarr: Während die Polizei am Abend gegen die neu aufflammenden Ausschreitungen vorgeht, lauschen die Staatsgäste in der abgeschotteten Elbphilharmonie den Klängen von Beethovens Neunter Sinfonie - unter der Leitung von Stardirigent Kent Nagano. Wer sich das Konzert anschauen will - das Konzerthaus überträgt über den Livestream.

+++ 20:15 Polizist gibt nach Angriff Warnschuss ab +++
Im Schanzenviertel wurde laut Polizei ein Beamter "massiv von Gewalttätern angegriffen" und habe deshalb einen Warnschuss abgegeben. "Der Kollege konnte sich anschließend in ein Geschäft flüchten und so in Sicherheit bringen", meldet die Polizei auf Twitter.

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Update 20:58 Uhr: Die Polizei konkretisiert die Umstände, in denen der Warnschuss abgegeben wurde. "Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurde der Beamte auf zwei Männer aufmerksam, die auf einen am Boden liegenden Mann einschlugen und eintraten. Der zivile Beamte gab sich als Polizeibeamter zu erkennen und forderte die Männer zum Aufhören auf. In Nothilfe gab der Beamte einen Warnschuss ab", heißt es in einer Erklärung.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

+++ 20:04 Ex-Polizist gibt Kollegen Schuld für Krawalle +++
An dem rigorosen Vorgehen der Polizei bei der "Welcome to Hell"-Demo übt der frühere Polizist und umstrittene Gründer der Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten scharfe Kritik. "Wegen ein paar Vermummter darf man nicht den gesamten Versammlungszug von 10.000 Menschen auflösen, wahllos Wasserwerfer und Pfefferspray einsetzen, auch gegen Unbeteiligte", sagt Wüppesahl "Zeit Online". "Das ist außerhalb jeder Verhältnismäßigkeit." Die Polizei sei für alles verantwortlich, "was nach der Demonstration passiert ist." Über den Einsatzleiter Hartmut Dudde sagt er, dieser habe "schon so viel auf dem Kerbholz".

+++ 19:53 Erneut Krawalle vor der "Roten Flora" +++
Laut Polizei werfen rund 500 Randalierer in St. Pauli Steine auf die Einsatzkräfte. Auch im Schanzenviertel seien Demonstranten unterwegs, die sich vor der "Roten Flora" versammelt haben sollen. Sie seien vermummt und hätten sich mit Eisenstangen bewaffnet, meldet die Polizei. Wieder sind Wasserwerfer im Einsatz.

+++ 19:42 Radfahrer verstoßen gegen Demo-Verbot +++
In der Hamburger Innenstadt versammeln sich laut Polizei Radfahrer zu einer angekündigten, aber nicht genehmigten Demonstration. Am Morgen war ein Demonstrationsverbot in der Innenstadt für die Zeit des G20-Gipfels in Kraft getreten, bereits Anfang Juni hatte es die Hamburger Polizei verhängt.

+++ 19:24 Melania Trump darf wieder nach draußen +++
Für die First Lady der Vereinigten Staaten war der erste Gipfeltag nicht gerade ein Gewinn: Am Mittag hatte Melania Trump wegen der angespannten Sicherheitslage zunächst nicht am Partnerprogramm des G20-Gipfels teilnehmen können. Sie sollte dazukommen, sobald die Polizei "eine Sicherheitsfreigabe zum Verlassen des Gästehauses" gab. Deshalb verpasste sie einen echten Hamburg-Touri-Klassiker - eine Schiffsrundfahrt durch den Hafen. Nun darf sie wieder raus. In einem weißen Kleid begleitet sie am Abend etwas verspätet ihren Mann in die Elbphilharmonie.

(Foto: REUTERS)

 

+++ 19:06 Trump und Putin verhandeln Waffenruhe für Syrien +++
Offensichtlich hat das Gespräch zwischen US-Präsident Trump und Kremlchef Putin tatsächlich Früchte getragen: Mehrere Medien berichten, die beiden hätten sich auf eine Waffenruhe für den Südwesten Syriens geeinigt. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es noch nicht. Die Nachrichtenagentur AP meldet unter Berufung auf US-Quellen, die Waffenruhe solle bereits am 9. Juli inkraftreten.

Update 19:26 Uhr: US-Außenminister Rex Tillerson bestätigt, dass eine Waffenruhe beschlossen wurde. Auch Jordanien beteiligt sich demnach daran.

+++ 18:55 Demonstranten rüsten für neue Krawalle auf +++
Gewaltbereite Demonstranten bereiten sich offenbar auf neue Zusammenstöße mit der Polizei im Hamburger Stadtteil St. Pauli vor. In Seitenstraßen der Reeperbahn und in der nahen Hafenstraße haben sie Barrikaden aus Bauzäunen und Mülltonnen errichtet. Auch der Hamburger Polizeipräsident Ralf Martin Meyer sagt in einer Video-Botschaft via Twitter, die Lage habe sich zwar etwas beruhigt, er rechne im Lauf des Abends und auch am Samstag aber mit weiteren "Störaktionen".

+++ 18:47 Staatsgäste treffen vor der Elphi ein +++
Während nur wenige Meter weiter die Krawalle kein Ende nehmen, kommen in der Elbphilharmonie die ersten Gäste an - darunter auch die britische Premierministerin Theresa May sowie Kanadas Premier Justin Trudeau. Auch Kanzlerin Merkel soll mittlerweile eingetroffen sein.

(Foto: dpa)

(Foto: dpa)

+++ 18:35 Trump und Putin überziehen Gesprächszeit +++
Offenbar haben die beiden viel zu besprechen: US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin sprechen nun seit über zwei Stunden miteinander. Das Treffen war ursprünglich nur für 35 bis 40 Minuten angesetzt.

Update 18:43 Uhr: Mittlerweile ist das Gespräch beendet. Durch den überzogenen Zeitrahmen verzögert sich nun aber auch das Abendprogramm in der Elphi.

+++ 18:19 Vermummte brechen in Ikea-Filiale ein +++
Vermummte haben die Fensterscheiben einer Ikea-Filiale in Hamburg-Altona zerschlagen. Ein Youtube-Video zeigt den Moment, indem die Randalierer die Fensterscheibe mit einer Stange zerschlagen. Man hört die Stimme einer Frau, womöglich einer Mitarbeiterin, die ruft: "Die kommen da durch jetzt. Die sind gleich drin!" Ein Mann antwortet nur: "Weg!" Dann bricht das Video ab.

City-Managerin Brigitte Engler sagt, viele Händler hätten aus Sorge um die Mitarbeiter ihre Geschäfte in der Innenstadt früher geschlossen. "Die Unternehmen waren in Sorge um ihre Mitarbeiter angesichts der in den Netzen verbreiteten Fotos und Videos."

 

+++ 18:03 Polizei meldet bisher 70 Festnahmen +++
Die Polizei hat nach eigenen Angaben seit Einsatzbeginn am Donnerstag 70 Personen festgenommen - 15 weitere seien in Gewahrsam genommen worden, so die Behörde. Derweil hat sich die Kundgebung auf den Landungsbrücken mittlerweile aufgelöst. Es seien nur noch einige Vermummte übrig geblieben. Wohin die Demonstranten gezogen sind, ist unklar.

+++ 17:52 Trump hält Kampfrede gegen Freihandel +++
Der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig: Mit einer Kampfrede gegen den Freihandel wendet sich US-Präsident Donald Trump in seiner wöchentlichen Ansprache an die US-Bürger - veröffentlicht auf der Twitter-Seite vom Weißen Haus. Darin beschwört er noch einmal seinen Slogan "Buy American, hire American". Und er haut verbal auf die internationalen Handelspartner ein, mit denen er aktuell in Hamburg verhandelt.

In seiner Rede wirkt der US-Präsident auch nicht sonderlich kompromissbereit: Die transatlantischen Beziehungen seien der Grund, dass Millionen Amerikaner ihre Jobs verloren hätten, so Trump. "Wir werden es anderen Ländern nicht mehr erlauben, weiterhin Vorteile durch uns zu erhalten. Jedes Land auf der Welt kämpft für seine eigenen Interessen - und auch Amerika wird das nun tun."

 

+++ 17:31 Merkel verurteilt gewalttätige Proteste +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Einsatzkräften "ganz herzlich" für ihre Arbeit während des G20-Gipfels gedankt. Sie sagte auch, dass friedliche Demonstrationen durchaus zu akzeptieren seien, aber "gewalttätige Proteste bringen Menschenleben in Gefahr - von sich selbst, von Polizisten, und von Anwohnern". Dies sei nicht zu akzeptieren, so Merkel.

+++ 17:20 Vermummte brechen gesperrten Bahnhof auf +++
Laut Polizei haben einige Dutzend Demonstranten den abgesperrten Bahnhof Landungsbrücken aufgebrochen und sich in den Bahnhof geflüchtet. Die Polizei setzt auf der Straße weiter Wasserwerfer ein. Den Berichten zufolge gibt es auch 22 G20-Gegner von Greenpeace, die aufgrund der abgesperrten Straßen versucht haben, zur Elbphilharmonie zu schwimmen. "Wir haben sie an Bord genommen", teilte die Polizei mit. In der "Elphi" soll heute Abend ein Konzert für die G20-Teilnehmer stattfinden.

+++ 17:09 Trump und Putin hoffen auf besseres Verhältnis +++
Bei ihrem ersten persönlichen Zusammentreffen betonen sowohl der russische Präsident Putin als auch Donald Trump, dass sie auf bessere Beziehungen zwischen den beiden Ländern hoffen. Putin sagte, er wolle die drängendsten bilateralen und internationalen Fragen besprechen und hoffe "auf positive Ergebnisse". Trump sagte, er hoffe, "dass positive Dinge geschehen".

(Foto: imago/ITAR-TASS)

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+++ 16:59 Lage an Landungsbrücken spitzt sich zu +++
An den Landungsbrücken spitzt sich die Lage weiter zu. Die Polizei berichtet, Demonstranten hätten "Gegenstände auf die Schienen geworfen". Im U-Bahn-Verkehr komme es zu Störungen. Die U3 fahre vorläufig nicht zwischen den Stationen Schlump und Rathaus. Laut "Spiegel" haben die Demonstranten auf der Hafenstraße Barrikaden errichtet. Sie seien aber von beiden Enden umstellt worden.

+++ 16:47 Elf Schwerverletzte nach Flucht vor Polizei +++
Bei der Flucht vor der Polizei sind in Hamburg-Bahrenfeld elf Demonstranten schwer verletzt worden. Das meldet die Hamburger Feuerwehr. Sie waren am Morgen bei dem Versuch, über eine Mauer mit Absperrgitter zu klettern, aus circa vier Metern Höhe abgestürzt - offenbar hielt die Halterung dem Gewicht der Menschen nicht stand. Laut Feuerwehr wurden 14 Menschen verletzt, davon elf schwer. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht.

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+++ 16:38 Melania Trump twittert über Krawalle +++
Melania, die Gattin von US-Präsident Donald Trump, twittert: "Meine Gedanken sind bei jenen, die bei den Protesten in #Hamburg verletzt wurden. Ich hoffe, alle bleiben sicher!"

+++ 16:25 S-Bahn fährt Landungsbrücken nicht mehr an +++

+++ 16:17 Polizei: Wir setzen keine Atomraketen ein +++
Bei allem Ernst der Lage hat die Hamburger Polizei offenbar noch nicht den Humor eingebüßt: In einem Tweet stellt sie klar, dass sie zur Deeskalation der Lage in Hamburg keine Atomraketen einsetzen werde. Zuvor hatte die Satireseite "Der Postillon" vermeldet, die Polizei habe eine Atomrakete aufgefahren, um sie nach den Krawallen notfalls einzusetzen, sollte die Stimmung wieder kippen. Die Polizei twitterte daraufhin: "Fake! Wer es noch nicht mitbekommen hat: Der Postillon ist eine Satire-Seite!".

+++ 16:06 Polizei setzt erneut Wasserwerfer ein +++
Aktuell gerät eine neue Demonstration an den Landungsbrücken außer Kontrolle. Die Polizei meldet, dass sie Wasserwerfer gegen die Vermummten einsetzt. Nach Angaben von n-tv-Reporter Jan Bulig war die Demo, die vom Millerntorplatz an der Reeperbahn in Richtung Hafen führen sollte, zunächst friedlich verlaufen, bis sich Autonome vom "Schwarzen Block" unter die Demonstranten mischten.

Bei n-tv und auf n-tv.de können Sie die aktuelle Entwicklung live verfolgen.

+++ 15:55 Trump und Putin treffen sich zu Gespräch +++
Der US-Nachrichtensender Fox News berichtet, dass sich in diesen Minuten US-Präsident Donald Trump und Wladimir Putin zu einem Gespräch treffen. Den ersten Handschlag gab es schon vor ein paar Stunden, und er fiel recht freundschaftlich aus.

+++ 15:44 Putin plädiert bei G20 für freien Handel +++
Russlands Präsident Wladimir Putin plädiert beim G20-Gipfel für einen freien Welthandel. "Wir sind gegen den Protektionismus, der sich in der Welt ausbreitet", sagt Putin. Beschränkungen bei Handel und Finanzen hätten oft einen politischen Hintergrund und sollten Konkurrenten ausschalten. Moskau wertet viele westliche Sanktionen, die etwa wegen der Ukraine-Krise verhängt wurden, als Versuch, Russland als Konkurrenz zu bremsen.

+++ 15:34 Linke Journalisten werfen Polizei Schikane vor +++
Mehrere Journalisten linker Tageszeitungen und Blogs berichten, ihnen sei am Eingang zum G20-Pressezentrum vom Bundeskriminalamt (BKA) die Akkreditierung entzogen worden - offenbar mit der Begründung, es gebe Erkenntnisse, "nach denen die Sicherheit des Gipfels durch die betroffenen Journalisten gefährdet sein könnte", schreibt die "Junge Welt". Der Deutsche Journalistenverband (DJV) rief die Einsatzleiter der Polizei dazu auf, "den Beamten einzuschärfen, dass Journalisten keine Störenfriede seien, sondern den Auftrag zur freien und ungehinderten Berichterstattung wahrnähmen".

+++ 15:17 Trump besteht weiter auf Mauer zu Mexiko +++
Donald Trump setzt beim Thema Einwanderung weiter auf einen Grenzwall zum Nachbarland Mexiko. Auf die Frage, ob er wie bisher wolle, dass Mexiko für die Mauer bezahlt, sagt Trump: "Absolut". Zudem mache man in Handelsfragen mit Mexiko einen "sehr guten Fortschritt". Ähnlich äußerte sich auch Mexikos Präsident Enrique Pena Nieto. Er sagte, es gebe einen "einen sehr starken Dialog" zum Freihandelsabkommen Nafta.

+++ 15:06 Vermummte zerstören Polizeiwagen mit Hammer +++
Die Hamburger Polizei meldet, dass ein Beamter am Bahnhof Altona verletzt wurde, nachdem etwa 60 Vermummte am Morgen mit Hammer und Steinen die Scheibe seines Streifenwagens eingeschlagen hatten. Der Polizist habe sich Schnittwunden am Unterarm zugezogen. Ein weiterer Dienstwagen sei von einem "Molotowcocktail" getroffen worden, fing aber kein Feuer.

(Foto: Polizei Hamburg)

+++ 14:52 Steinmeier fordert Ende der Gewalt +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die G20-Gegner in Hamburg aufgefordert, die Randale zu beenden. Der "Bild"-Zeitung sagt Steinmeier, brutale Gewalt habe "auf unseren Straßen nichts zu verloren". "Sie hat keine Rechtfertigung und kann nicht mit Verständnis rechnen. Meinen Respekt haben diejenigen, die wie von unserer Verfassung garantiert - auch ihren Protest - zum Ausdruck bringen und die Polizisten, die es mit ihrem Einsatz ermöglichen, dass Deutschland ein guter Gastgeber für wichtige und notwendige Gespräche sein kann."

+++ 14:41 Polizei rechnet mit neuen Krawallen +++
Die Hamburger Polizei rechnet für den Abend mit neuen Krawallen. "Wir müssen davon ausgehen, dass die Gewalt wieder aufflammt", sagt Polizeisprecher Timo Zill. Unter anderem hat der linksradikale "Rote Aufbau Hamburg" eine Demonstration angemeldet. Am Morgen seien Polizisten von Gewalttätern mit Zwillen und Stahlkugeln verletzt worden.

+++ 14:22 Trump sprengt das Sitzungsprotokoll +++
In der ersten Arbeitssitzung auf dem G20-Gipfel erzählt US-Präsident Donald Trump seinen Partnern von den Erfolgen der US-Wirtschaft seit seinem Amtsantritt. Danach redet er laut Diplomatenangaben viel über Nordkorea - was allerdings gar nicht auf der Agenda der Sitzung über Weltwirtschaft und Handel steht.

+++ 14:08 Trudeau-Spross zieht Blicke auf sich +++

Der drei Jahre alte Sohn des kanadischen Ministerpräsidenten Justin Trudeau, Hadrien, entwickelt sich zum heimlichen Star des G20-Gipfels. Mit seiner Mama Sophie Grégoire-Trudeau nimmt er gerade am Partnerprogramm teil. Nach der Hafenrundfahrt zog der Politiker-Spross beim Aussteigen aus dem Elbschiff kurz eine Schnute. Gefällt ihm Hamburg etwa nicht?

(Foto: dpa-Zentralbild)

+++ 13:49 So bewegen sich die Politiker hinter den Kulissen +++

Die obligatorischen Begrüßungsfotos sind das eine, aber wie bewegen sich die Politiker, wenn sie gerade nicht für die Fotografen auf dem roten Teppich posieren und Hände schütteln? Regierungssprecher Steffen Seibert hat da mal ein kleines Video zusammenstellen lassen.

 

+++ 13:34 Innensenator: Gewaltbereitschaft der Aktivisten ist sehr hoch +++
Hamburgs Innensenators Andy Grote sagte bezüglich der Krawallen: Die Protestierenden zeigten eine "hohe kriminelle Energie". Mittlerweile gelten 160 Polizisten als verletzt. Neben Baden-Württemberg kündigte nun auch Mecklenburg-Vorpommern an, mit zusätzlich 240 Beamten auszuhelfen.

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+++ 13:29 Merkel hält Auftaktrede beim G20-Gipfel +++
Nachdem alle Platz genommen haben, hält Kanzlerin Angela Merkel nun ihre Auftaktrede zum G20-Gipfel. "Ich bin sicher, dass jeder sich hier anstrengt, um ein gutes Ergebnis zu erreichen", sagte sie vor den Teilnehmern. "Wir müssen uns aufeinander zu bewegen, dürfen uns aber nicht verbiegen." Dann bittet sie die Journalisten aus dem Saal, damit die Konferenzteilnehmer mit den Verhandlungen beginnen können.

+++ 13:23 Partnerprogramm angesichts Sicherheitslage geändert +++
Das Partnerprogramm für die Eheleute wird angesichts der angespannten Sicherheitslage geändert. Nach dpa-Informationen soll ein bisher geplanter Termin im Klimarechenzentrum nun durch Vorträge der Experten im Hotel "Atlantik" ersetzt werden.

+++ 13:17 So sieht der G20-Sitzungssaal aus +++
Die Hallen auf dem Messegelände wurden für den G20-Gipfel extra aufwendig umgebaut. Nun nehmen hier die Delegierten Platz. In wenigen Minuten wird dort Kanzlerin Angela Merkel ihre Begrüßungsrede halten. Im Anschluss beginnen die Beratungen.

(Foto: AP)

+++ 13:06 Baden-Württemberg schickt weitere Einsatzkräfte +++
Die Hamburger Polizei hatte um Verstärkung gebeten, die Kollegen aus den anderen Bundesländern helfen sofort: Baden-Württemberg 200 zusätzliche Polizeibeamte. In der Hansestadt sind bereits mehr als 800 Polizisten aus dem Südwesten im Einsatz. 23 von ihnen wurden den Angaben zufolge bei den Krawallen verletzt. "Sie bleiben aber erst einmal im Dienst", sagte Innenminister Thomas Strobl von der CDU.

+++ 12:55 Polizei-Pferde müssen auch "tanken" +++
Auch die tierischen Einsatzkräfte müssen sich stärken. Und so ist dieses Foto - ausgerechnet - an einer Tankstelle entstanden, als Einsatzkräfte der berittenen Polizei ihre Tiere versorgen.

+++ 12:37 Aktivisten hindern Melania Trump an Abfahrt +++
Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump wird von Demonstranten an der Teilnahme am Partnerprogramm des G20-Gipfels gehindert. "Wir haben von der Polizei bisher keine Sicherheitsfreigabe zum Verlassen des Gästehauses", sagte eine Sprecherin von Melania Trump. Deswegen kann sie nicht am Partnerprogramm der Politikgrößen teilnehmen.

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+++ 12:35 Aktivisten blockieren weiterhin Straßen +++
An mehreren Orten in der Hamburger Innenstadt versuchen Demonstranten weiterhin, Straßen zu blockieren. Die Polizei schreitet jedoch zügig ein und löst diese Blockaden auf. Teilweise werden Wasserwerfer eingesetzt. Insgesamt hat sich die Lage am späten Vormittag  allerdings beruhigt. Weitere größere Demonstrationen soll es am Nachmittag geben, wenn die G20-Teilnehmer zu einem Konzert in die Elbphilharmonie fahren.

+++ 12:05 Trump und Putin begegnen sich erstmals persönlich +++
US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin haben sich zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht gegenübergestanden. Kremlsprecher Dmitri Peskow berichtete: "Sie gaben einander die Hand und sagten, dass sie sich extra treffen und bald sehen werden", sagte Peskow der Agentur Tass. Die erste längere Begegnung ist für den Nachmittag geplant.

+++ 11:51 Feuerwehr gibt erste Bilanz bekannt +++
Die Hamburger Feuerwehr ist seit Donnerstagabend zu 156 Einsätzen ausgerückt. 61 kleinere und größere Feuer wurden gelöscht, teilte die Feuerwehr mit. Besonders heikel war die Situation am frühen Freitagmorgen an der Elbchaussee, dort brannten teilweise Autos in der Nähe von Häuserwänden. Auch an der Max-Brauer-Allee gingen Autos in Flammen auf. Wie viele Fahrzeuge in Hamburg insgesamt in Brand gesteckt wurden, kann die Feuerwehr noch nicht sagen.

+++ 11:45 Konferenz beginnt ohne weitere Zwischenfälle +++
In den Messehallen hat die G20-Konferenz mittlerweile begonnen. Die ersten Themen über die die Politiker sprechen, sind Handelsfragen und globales Wachstum. Am Nachmittag stehen dann Klimawandel und nachhaltige Entwicklung auf der Tagesordnung.

n-tv.de wird Sie in diesem Liveticker in den kommenden Tagen über alles rund um den G20-Gipfel auf dem Laufenden halten. Das passierte bisher am 7. Juli 2017 (bis 11.45 Uhr), 6. Juli 2017, 5. Juli 2017.

Quelle: n-tv.de

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