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"Es wird sicherlich hart" Das sagt Merkel

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Zuversichtlich: Kanzlerin Merkel.

dpa

Union, FDP und Grüne wollen ihre Gespräche über eine Koalition heute fortsetzen. Vorher meldet sich Kanzlerin Angela Merkel zu Wort und kommentiert den Stand der Dinge.

Vor der Fortsetzung der Sondierungsgespräche über eine Jamaika-Koalition hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Einigungswillen bekräftigt. Sie gehe trotz aller Schwierigkeiten mit dem Willen in die Verhandlungen, den Auftrag der Wähler zur Regierungsbildung umzusetzen, sagte Merkel vor weiteren Gesprächen der Spitzen von CDU, CSU, FDP und Grünen.

Merkel betonte, die Aufgabe, eine Regierung für Deutschland zu bilden, sei eine "so wichtige Aufgabe, dass sich die Anstrengung lohnt". Es sei nicht einfach, "das hat man gestern gemerkt", sagte sie. "Es wird sicher hart, aber es lohnt sich, heute noch mal in Runde zwei zu gehen", räumte die CDU-Vorsitzende ein. "Wir haben eine Vielzahl von Themen in den Sondierungsverhandlungen eröffnet mit sehr, sehr vielen Einzelheiten", sagte Merkel: "Insofern ist es nicht ganz trivial, die Enden zusammenzubringen."

Die Gespräche seien sehr kompliziert, weil es um sehr unterschiedliche Parteien gehe, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer Telefonkonferenz des Bundesvorstands ihrer Partei in Berlin. Die CDU müsse alles versuchen, um eine Jamaika-Regierung zustande zu bekommen. "Es gehört der Wille aller dazu. Von der CDU-Seite ist der Wille da."

Die Unterhändler von CDU, CSU, FDP und Grünen hatten die Sondierungsgespräche am frühen Freitagmorgen nach einem 15-stündigen Verhandlungsmarathon unterbrochen. Es war ihnen nicht gelungen, bei den nach wie vor strittigen Punkten etwa in der Flüchtlingspolitik Kompromisse zu finden. Ursprünglich sollten die Sondierungsgespräche in der Nacht beendet werden.

Quelle: n-tv.de, cro/AFP/dpa

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