Rausschmiss die AusnahmeDaten zeigen Trumps Kahlschlag in Behörden

Nach seinem Amtsantritt kündigt Donald Trump massive Einsparungen bei den Bundesbehörden an. Ein Jahr später zeigen Daten eine massive Umstrukturierung. Allerdings gehen die meisten Mitarbeitenden mehr oder weniger freiwillig.
Zwischen Januar und November 2025 haben rund 335.000 US-Bundesbedienstete den Staatsdienst verlassen. Das geht laut einem Bericht der "Washington Post" aus Daten hervor, die die Personalabteilung der Bundesregierung am Donnerstag veröffentlichte.
Anders als von US-Präsident Donald Trump und seinem zwischenzeitlichen Effizienz-Beauftragten Elon Musk angekündigt, wurden die meisten von ihnen nicht entlassen. Vielmehr kündigte die überwiegende Mehrheit gegen die Zahlung von Abfindungen oder ging unter Nutzung von verschiedenen Vorruhestandsangeboten in die Rente. Gekündigt wurden lediglich 11.000 Mitarbeitende.
Der Zeitung zufolge verdeutlichen die neuesten Daten des Office of Personnel Management (OPM) das Ausmaß der größten Umstrukturierung der Bundesbediensteten seit den 1990er Jahren. In dem Datensatz werden die Personalzahlen nach Behörden und anderen demografischen Merkmalen aufgeschlüsselt.
Auch erhebliche Neueinstellungen
Demnach wurde die Belegschaft der US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) fast vollständig abgebaut. Das Bildungsministerium, dessen Abschaffung Trump versprochen hatte, verlor rund 40 Prozent seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Fast 700 von ihnen wurden entlassen. Im Ministerium für Gesundheit und Soziale Dienste wurden mehr als 4000 Angestellte entlassen, die Zahl der freiwilligen Kündigungen war dort jedoch mehr als dreimal so hoch.
Der Aufschlüsselung zufolge verließ mehr als ein Drittel der Lebensmittelkontrolleure des Landwirtschaftsministeriums den Staatsdienst. Mehr als ein Viertel der IT-Abteilung der Sozialversicherung wurde abgebaut. Im Finanzministerium fehlten demnach Anfang 2026 rund 4000 Steuerprüfer, das entspricht etwa 26 Prozent.
Insgesamt verzeichneten lediglich acht nachgeordnete Behörden einen Personalzuwachs. Zu ihnen gehört die Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE). Dort gab es eine Einstellungskampagne, um Beamte für die angestrebten Abschiebungen von Einwanderern zu gewinnen. Laut der Datenübersicht wurden dafür innerhalb von elf Monaten mehr als 6000 neue Mitarbeiter eingestellt. Die Behörde hatte Anfang Januar bekannt gegeben, rund 12.000 ICE-Beamte und -Agenten eingestellt zu haben. Auch beim Secret Service und den Ausbildungszentren der Bundespolizei gab es Neueinstellungen.
Im unmittelbaren Bundesdienst arbeiten etwa 2,3–2,9 Millionen zivile Bundesbedienstete, je nach Datenquelle und Stichtag. Das Office of Personnel Management (OPM) gibt ihre Zahl zum Stichtag 8. Januar 2026 mit 2.084.618 an.