Politik

Ärzte raten von USA-Reise ab Der Dalai Lama muss sich schonen

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Er hat einen vollen Terminkalender - trotz seines hohen Alters. Der Dalai Lama hat kürzlich seinen 80. Geburtstag gefeiert.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im vergangenen Jahr verrieten ihm seine Träume, dass er 113 Jahre alt wird. Der Dalai Lama erfreute sich bester Gesundheit. Doch nun muss das geistliche Oberhaupt der Tibeter eine Reise absagen und sich ausruhen. Wochenlang.

Der Dalai Lama hat aus gesundheitlichen Gründen eine Reise in die USA abgesagt. Wie sein Büro am Freitag mitteilte, rieten Ärzte in den USA dem 80-jährigen geistlichen Oberhaupt der Tibeter, sich "in den kommenden Wochen" auszuruhen. Daher sei die für Oktober geplante Reise in die USA abgesagt worden. Der Dalai Lama hatte Besuche mehrerer Städte geplant, darunter Philadelphia, wo er für seinen Einsatz für die Menschenrechte mit der Liberty Medal geehrt werden sollte.

Der Friedensnobelpreisträger feierte im Juli seinen 80. Geburtstag. Er erfreute sich bislang einer robusten Gesundheit und hat trotz seines hohen Alters einen vollen Terminkalender. Seine politische Rolle hat der Dalai Lama allerdings schon 2011 an einen gewählten Exil-Regierungschef im nordindischen Dharamshala abgegeben.

Wer wählt die Wiedergeburt aus?

Zuletzt sprach der Dalai Lama vermehrt die Frage nach seinem Nachfolger als geistliches Oberhaupt an. Er schloss nicht aus, seine Wiedergeburt vor seinem Tod selbst auszuwählen. Die kommunistische chinesische Führung meint dagegen, die Wiedergeburt könne es nur nach dem Tod des Dalai Lamas geben. Peking hofft, dass die Tibet-Bewegung mit dem Ableben des langjährigen geistlichen Oberhaupts an Kraft verliert.

Der Dalai Lama lebt seit der Niederschlagung des Tibeter-Aufstands durch China 1959 in Dharamsala im Exil. Der buddhistische Geistliche strebt nach eigenen Angaben nicht die Unabhängigkeit Tibets, sondern größere Autonomie für sein Volk innerhalb Chinas an. Peking wirft ihm hingegen vor, Tibet von der Volksrepublik abspalten zu wollen.

Quelle: n-tv.de, asc/AFP