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Contes Brief zeigt Wirkung Deutschland nimmt 50 Bootsflüchtlinge auf

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450 Flüchtlinge harren derzeit auf zwei Militärschiffen auf dem Mittelmeer aus. Diese Geflüchteten haben sich bereits im Januar auf den Weg nach Europa gemacht.

(Foto: dpa)

Nach Malta und Frankreich sagt jetzt auch die Bundesregierung zu, 50 Flüchtlinge von den vor der italienischen Küste treibenden Booten aufzunehmen. Italiens Regierungschef Conte hatte zuvor in einem Brief an alle EU-Staatschefs ein "klares Zeichen" gefordert.

In der Debatte um das Schicksal von 450 Bootsflüchtlingen hat Deutschland Italien die Aufnahme von 50 Menschen zugesagt. Die Regierungen in Berlin und Rom seien "übereingekommen, dass Deutschland im Blick auf die laufenden Gespräche über eine intensivere bilaterale Zusammenarbeit im Asylbereich, in diesem Fall bereit ist, 50 Menschen aufzunehmen", teilte eine Regierungssprecherin mit.

Zwei Schiffe der EU-Grenzschutzbehörde Frontex hatten die rund 450 Flüchtlinge am Samstag aus prekärer Lage von einem Holzboot im Mittelmeer gerettet und in italienische Gewässer gebracht. Italiens rechtsgerichteter Innenminister Matteo Salvini weigerte sich aber, sie ins Land zu lassen.

Regierungschef Giuseppe Conte hatte daraufhin in einem Brief an die Staats- und Regierungschefs der anderen 27 EU-Staaten "ein klares Zeichen" für eine Lastenteilung in der EU gefordert und die Bereitschaft, "die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, einen Teil der rund 450 geretteten Personen in einem Hafen zu empfangen oder sie aufzunehmen". Conte schickte seinen Brief auch an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk. Nach Angaben Contes haben auch Malta und Frankreich bereits zugesagt, jeweils 50 Flüchtlinge aufzunehmen.

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP

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