Politik

Einzug in mächtigstes UN-Gremium Deutschland verstärkt Weltsicherheitsrat

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Der Weltsicherheitsrat beschäftigt sich per Videokonferenz mit der Lage im Jemen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der UN-Sicherheitsrat kann Sanktionen verhängen, Friedensmissionen entsenden und militärische Gewalt billigen. In den nächsten beiden Jahren muss sich auch die Bundesregierung diesen Aufgaben stellen. Deutschland gehört dem Gremium ab sofort an.

Deutschland ist mit dem Jahreswechsel zum sechsten Mal als nicht-ständiges Mitglied in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eingezogen. In den kommenden zwei Jahren wird die Bundesrepublik damit als eines der 15 Ratsmitglieder in dem mächtigen Gremium mit den Konflikten der Welt befasst sein.

Die Bundesregierung will die Mitgliedschaft für eine Verteidigung der multilateralen Weltordnung und für globale Anstrengungen zur Krisenbewältigung einsetzen, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache sagte. "Wir steigern unsere Mittel für humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe, aber auch unsere Verteidigungsausgaben weiter."

Deutschland war zuletzt 2011 und 2012 Mitglied im UN-Sicherheitsrat. Das Gremium kann Sanktionen verhängen, Friedensmissionen entsenden und auch den Einsatz militärischer Gewalt billigen.

Der Sicherheitsrat hat insgesamt fünfzehn Mitglieder. Die USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien haben einen ständigen Sitz. Zehn weitere Staaten werden für jeweils zwei Jahre von der UN-Vollversammlung in das Gremium hineingewählt. Gemeinsam mit Deutschland sind zum Jahreswechsel Belgien, die Dominikanische Republik, Indonesien und Südafrika für zwei Jahre aufgerückt. Äquatorialguinea, die Elfenbeinküste, Kuwait, Peru und Polen bleiben noch ein Jahr Mitglied und werden zum Jahreswechsel 2019/20 ersetzt.

Quelle: ntv.de, chr/AFP