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FDP distanziert sich Dirk Niebel postet Bild im Wehrmachtsstil

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Dirk Niebel war früher FDP-Generalsekretär und Minister, heute arbeitet er in der Rüstungsindustrie.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der ehemalige Entwicklungsminister Niebel irritiert mit einem Facebook-Eintrag: Er veröffentlicht ein Soldatenbild, das in seinem Stil an die Nazi-Zeit erinnert. Darunter steht eine Parole. Nicht nur die FDP findet das empörend.

Der ehemalige FPD-Politiker Dirk Niebel hat bei Facebook ein Bild im Wehrmachtsstil veröffentlicht und damit für Aufregung gesorgt. Die FDP distanzierte sich deshalb von ihrem Ex-Entwicklungsminister. Das gezeichnete Schwarz-Weiß-Bild zeigt die Konturen eines grimmig dreinblickenden Soldatenkopfs mit Fallschirmjägerhelm und in Frakturschrift den Spruch "Klagt nicht, kämpft".

Der Facebook-Zugang ist verifiziert und gehört Niebel. Ob er persönlich das Bild dort eingestellt hat, wollte der frühere FDP-Politiker und heutige Manager des Rüstungskonzerns Rheinmetall auf Anfrage nicht mitteilen: Er habe sich seit Ende seiner Ministerzeit nicht mehr in den Medien geäußert und wolle das auch weiterhin so handhaben, teilte Niebel mit.

Das Bild könnte als Kommentar zur Debatte über den Umgang mit Wehrmachtsdevotionalien in der Bundeswehr verstanden werden. Niebel ist Reserveoffizier der Fallschirmjäger und hat das immer mit Stolz demonstriert, etwa in dem er auch als Minister öfter ein Bundeswehrkäppi trug.

Viele Nutzer und Politiker empörten sich über das Bild. Die FDP erklärte: "Wir distanzieren uns von Dirk Niebels Facebook-Post. Niebel hat keine Funktion mehr in der FDP inne." Der Grünen-Abgeordnete Volker Beck twitterte: "Absolute Fehlleistung". Auch seine Fraktionskollegen Renate Künast und Konstantin von Notz äußerten sich dort kritisch.

Über den Spruch "Klagt nicht, kämpft" gab es bereits 2013 eine politische Auseinandersetzung. Das Verteidigungsministerium antwortete damals auf eine Anfrage der Linksfraktion: "Für das in Rede stehende Zitat lässt sich kein historischer Bezug zur Fallschirmjägertruppe der Wehrmacht nachweisen und es ist in der Bundeswehr - unabhängig von einer geschmacklichen Bewertung - nicht verboten." Niebel veröffentlichte bei Facebook ein Bild von der Antwort auf die Anfrage.

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Quelle: n-tv.de, hul/dpa

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