Politik

Rote Flora und Rigaer Straße Dobrindt kritisiert "linke Propagandahöhlen"

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CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt

(Foto: imago/photothek)

Für CSU-Landesgruppenchef Dobrindt wirken die Hamburger Rote Flora oder die Rigaer Straße in Berlin wie rechtsfreie Räume. Dem Bürger würde das vermitteln, dass der Staat die Kontrolle verloren habe. Linke Chaoten würden dort eher geschützt als bestraft.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich in der Debatte über rechtsfreie Räume in Deutschland hinter Gesundheitsminister Jens Spahn gestellt. "In manchen Bundesländern kann man den Eindruck bekommen, dass linke Chaoten eher geschützt als bestraft werden", sagte Dobrindt der "Bild"-Zeitung.

"Beispiele von linken Propagandahöhlen wie die Rote Flora in Hamburg oder die Rigaer Straße in Berlin lassen die Bürger am Rechtsstaat zweifeln. Wenn dann auch die Polizei in manchen Bundesländern nur mangelnden politischen Rückhalt genießt, gibt der Staat einen Hebel zur Rechtsdurchsetzung aus der Hand", kritisierte Dobrindt.

Spahn hatte in einem Interview der "Neuen Zürcher Zeitung" beklagt, der Staat habe in den vergangenen Jahren nicht mehr ausreichend für Recht und Ordnung gesorgt. "Die deutsche Verwaltung funktioniert sehr effizient, wenn es darum geht, Steuerbescheide zuzustellen. Bei Drogendealern, die von der Polizei zum zwanzigsten Mal erwischt werden, scheinen die Behörden aber oft ohnmächtig", sagte der CDU-Politiker.

Union stellt seit 2005 Minister

Zumindest die "vernünftigen Sozialdemokraten" würden erkennen, dass auch sie massiv an Vertrauen verloren hätten, meinte Spahn. "Schauen Sie sich doch Arbeiterviertel in Essen, Duisburg oder Berlin an. Da entsteht der Eindruck, dass der Staat gar nicht mehr willens oder in der Lage sei, Recht durchzusetzen."

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius wies darauf hin, dass die Union seit 13 Jahren den Bundesinnenminister stellt. "Bund und Länder tun gerade jetzt enorm viel für die innere Sicherheit, es gibt deutlich mehr Polizei, bessere Ausrüstung und viele neue Experten für Cybercrime oder Terrorismus", sagte der SPD-Politiker der "Bild"-Zeitung. "Deshalb ist es unsinnig, wenn ausgerechnet ein Minister der Union, die seit 2005 die Bundesinnenminister stellt, unseren Staat schlechtredet."

Quelle: n-tv.de, mba/dpa

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