Politik

"Nicht alle Latten am Zaun" Dobrindt warnt vor Kooperation mit AfD

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"AfD-Politiker marschieren Seit an Seit mit Hooligans und Rechtsextremisten", wettert Dobrindt.

(Foto: dpa)

Für den CSU-Landesgruppenchef ist die AfD der "erklärte politische Gegner". Parteikollegen, die eine Zusammenarbeit mit den Rechtspopulisten erwägen, attackiert Dobrindt scharf. Lieber würde er manche AfD-Politiker vom Verfassungsschutz beobachten lassen.

Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel und Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt Kooperationen mit der AfD eine klare Absage erteilt. "Die AfD ist unser erklärter politischer Gegner", sagte Dobrindt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir haben im Bundestag eine Zusammenarbeit mit der AfD per Fraktionsbeschluss ausgeschlossen", ergänzte er. "Wer zu einem anderen Ergebnis kommt, hat nicht alle Latten am Zaun."

Der CSU-Politiker reagierte damit auf den neuen sächsischen CDU-Fraktionsvorsitzenden Christian Hartmann, der eine Koalition mit der AfD nach der Landtagswahl im September 2019 nicht ausgeschlossen hatte. Mit dieser Äußerung hatte Hartmann postwendend Merkel auf den Plan gerufen, die eine solches Bündnis "kategorisch" ausgeschlossen hatte.

Dobrindt sprach sich dafür aus, bestimmte AfD-Vertreter vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. "AfD-Politiker marschieren Seit an Seit mit Hooligans und Rechtsextremisten", kritisierte er. "Bei der Linkspartei wurden einzelne Funktionäre vom Verfassungsschutz beobachtet. Das halte ich auch bei der AfD für notwendig."

Quelle: ntv.de, ftü/rts