Auf der Strecke Moskau - KrimDonezk meldet Tote und Verletzte bei ukrainischem Angriff auf Bus

Auf der Strecke zwischen Moskau und der von Russland annektierten Halbinsel Krim trifft den lokalen Behörden zufolge eine ukrainische Drohne einen Reisebus. Gemeldet werden mehrere Tote und Verletzte.
In der von Russland annektierten Region Donezk sind nach Angaben der Besatzungsbehörden bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Reisebus mindestens sieben Menschen getötet worden. Es gebe auch elf Verletzte. "In Jenakijewe wurde ein Linienbus auf der Strecke Moskau - Simferopol von einer Kampfdrohne angegriffen", teilte Besatzungschef Denis Puschilin am Morgen bei Telegram mit. Dort verläuft eine Straße zu der ebenfalls von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim und ihrer Hauptstadt Simferopol.
Die Verletzten seien unterschiedlich schwer verletzt worden, teilten die Behörden mit. Demnach erhielten alle von ihnen die notwendige medizinische Versorgung. Puschilin sprach von einem "weiteren Akt beispielloser, unmenschlicher Aggression". Die Angaben sind von unabhängiger Seite nicht überprüfbar. Russlands Ermittlungskomitee leitete ein Verfahren wegen eines "Terroranschlags" ein.
Die Ukraine betont immer wieder, in ihrem Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg nur militärische Ziele zu attackieren. Bei den jüngsten Drohnenangriffen kam es auch vermehrt zu Opfern unter Zivilisten. Russland wiederum reagiert darauf verstärkt mit Vergeltungsschlägen.
Bei massiven russischen Angriffen mit Drohnen und Raketen starben erst am Dienstag in den ukrainischen Millionenstädten Kiew und Dnipro mehr als 20 Menschen. Es gab laut Behörden mehr als 100 Verletzte.
Russland überzieht die Ukraine seit Beginn des Krieges vor mehr als vier Jahren permanent mit Luftangriffen, bei denen immer wieder Zivilisten sterben. Zuletzt weitete Moskau die Angriffe aus. Die Ukraine reagierte mit Gegenangriffen auf russisches Staatsgebiet. Die Verhandlungen über eine Beendigung der Kämpfe liegen derzeit auf Eis.