Politik

Ursache für Insektensterben EU will Einsatz von Pestiziden reduzieren

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Chemische Pflanzenschutzmittel, besonders solche, die Neonikotinoide enthalten, können bei Bienen und andere Insekten schon bei einer niedrigen Dosis Lähmungen und Orientierungsstörungen verursachen.

(Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Pestizide sind Gifte, die nur selten versagen. Werden sie in der Landwirtschaft eingesetzt, machen sie oft nicht nur Schädlingen, sondern auch nützlichen Insekten den Garaus. Um die für Mensch und Ökosysteme wichtigen Bestäuber zu schützen, will die EU den Einsatz von zwei Neonikotinoiden beschränken.

Zum Schutz von Bienen will die EU den Einsatz zweier Pflanzenschutzmittel weiter einschränken. Wie die EU-Kommission mitteilte, sollen Lebensmittel und Tierfutter bald keine messbaren Rückstände der Insektizide Clothianidin oder Thiamethoxam enthalten dürfen.

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Die EU-Staaten hätten dem Vorschlag am Nachmittag bereits zugestimmt. Bis Anfang 2023 sollen die neuen Regeln endgültig beschlossen und dann nach einer Übergangsfrist umgesetzt werden. Sie sollen sowohl für importierte als auch für in der EU hergestellte Produkte gelten.

Bereits 2018 hatte die EU den Einsatz der beiden sogenannten Neonikotinoide auf Äckern verboten. Neonikotinoide können Experten zufolge Insekten schon bei einer niedrigen Dosierung lähmen, töten oder das Lernvermögen und die Orientierungsfähigkeit beeinträchtigen. Die neuen Regeln werden nun noch einmal dem Rat der EU-Staaten sowie dem Europaparlament vorgelegt. Haben beide Seiten keine Einwände, soll die Verordnung 2023 verabschiedet werden.

Quelle: ntv.de, bek/dpa

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