Politik

"Mindest-Einsatz 50 Euro" Edathy wettet gegen Partei-Rauswurf

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Wer gegen ihn wetten will, soll sich mit Edathy in Verbindung setzen.

(Foto: dpa)

Zwar ist das Verfahren wegen Besitz von kinderpornografischen Bildmaterials gegen Sebastian Edathy eingestellt, trotzdem steht der Politiker weiter in der Kritik. Die SPD berät nun darüber, ob er ausgeschlossen werden soll - doch Edathy fühlt sich sicher.

Der SPD-Politiker Sebastian Edathy ist fest davon überzeugt, dass sein von der Parteispitze geforderter Rauswurf aus der SPD scheitern wird. Er wette, "dass er am Ende des laufenden SPD-Parteiordnungsverfahrens NICHT aus der SPD ausgeschlossen wird", schreibt Edathy bei Facebook. Bisher gebe es nur drei Gegen-Wetten, heißt es weiter. "Da geht noch was", fordert er die Netzgemeinde auf.

Wer dagegen wetten will, solle sich mit ihm in Verbindung setzen: "Mindest-Einsatz 50 Euro, Höchst-Einsatz 100 Euro". Die SPD in Hannover will bis zum Nachmittag entscheiden, ob der frühere Bundestagsabgeordnete Edathy ausgeschlossen wird. Das Verfahren war im Februar 2014 auf Antrag der SPD-Spitze um Parteichef Sigmar Gabriel eingeleitet worden.

Diese ist der Ansicht, dass Edathy durch Besitz von kinderpornografischem Bildmaterial gegen das Selbstverständnis der SPD verstoßen hat. Um ihn auszuschließen, müsste ein parteischädigender Verstoß gegen die SPD-Grundwerte nachgewiesen werden.

Die Hürden dafür sind aber sehr hoch, so dass bei der SPD in Hannover nicht davon ausgegangen wird, dass es dazu kommen wird. Möglich sind auch andere Sanktionen wie eine Rüge. Schon ein Ausschluss des wegen umstrittener Thesen zu Migranten in die Kritik geratenen Berliner Ex-Senators Thilo Sarrazin war gescheitert.

Quelle: n-tv.de, hla/dpa

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