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Spielt Präsident den Trauzeugen? Erdogan bei Özils Hochzeit wohl Ehrengast

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Özil und Erdogan bei ihrem Treffen im vergangenen Mai in London.

(Foto: AP)

Ex-Nationalspieler Mesut Özil will in einigen Monaten den Bund der Ehe eingehen. Laut einem Bericht hat der 30-jährige Fußballprofi auch den türkischen Präsidenten Erdogan zur Feier eingeladen. Der Staatschef soll sogar als Trauzeuge fungieren.

Im Sommer will Ex-Fußballnationalspieler Mesut Özil seine Verlobte Amine Gülse heiraten. Zur Hochzeit des Paares ist offenbar auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eingeladen. Das berichtet die Zeitung "Hürriyet". Demnach haben der Profi des FC Arsenal und seine Verlobte Erdogan am Istanbuler Flughafen Atatürk eine Einladung übergeben. Erdogans Partei AKP veröffentlichte auf Twitter ein Bild von dem Treffen.

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Laut "Hürriyet" soll das Paar zudem gefragt haben, ob Erdogan auch als Trauzeuge auftreten könnte. Scheinbar kein ungewöhnlicher Schritt. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung soll Erdogan bereits bei den Vermählungen der türkischen Fußballer Arda Turan, Emer Belezoglu und Gökhan Töre als Trauzeuge fungiert haben.

Die enge Verbindung zwischen Özil und Erdogan sorgte in der Vergangenheit bereits für einen Skandal. Im vergangenen Mai posierten Özil und Nationalspieler Ilkay Gündogan zusammen mit Erdogan in London für ein gemeinsames Foto. Beide Profis übergaben dem 65-Jährigen zudem ein Trikot. Gündogan schrieb auf sein Shirt "für meinen verehrten Präsidenten, hochachtungsvoll". Das Bild sowie das Treffen an sich lösten eine große Kontroverse aus und beschäftigten die Öffentlichkeit monatelang. Kurz vor dem Start der WM stellten viele die Loyalität der damaligen deutschen Nationalspieler infrage.

Nach dem Ausscheiden in Russland erklärte Özil seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft und äußerte sich erstmals zu dem Foto mit Erdogan. In einem langen Schreiben gab der Mittelfeldspieler zu verstehen, dass er das Foto immer wieder machen würde und attackierte anschließend Sponsoren und Medien. Als Gründe für seinen Rücktritt nannte Özil "Rassismus und Respektlosigkeit" gegenüber seiner Person.

Quelle: n-tv.de, jpe

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