Politik

"Das größte Leak in der Geschichte" Erste Reaktionen auf die #PanamaPapers

Die Aufdeckung einer riesigen Datensammlung mit brisanten Informationen zu Briefkastenfirmen prominenter Persönlichkeiten versetzt Experten in aller Welt in helle Aufregung. Zahlreiche Politiker melden sich mit ersten Kommentaren zu Wort.

Die brisanten Enthüllungen eilen wie ein Lauffeuer um die Erde: Ein enormes Datenleck soll nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung", WDR und NDR Geschäfte von mehr als 200.000 Briefkastenfirmen offengelegt haben.

In ersten Reaktionen meldeten sich im Netz zahlreiche prominente Persönlichkeiten mit Kommentaren zu Wort: "Das größte Leak in der Geschichte des Daten-Journalismus ist gerade online gegangen, und es geht um Korruption", twitterte der US-Whistleblower Edward Snowden.

"Größtes Datenleck, größte Recherche. Weltweit. Fehlende Steuerehrlichkeit bekommt ein Gesicht!", erklärte der Bundesvorsitzender der Grünen, Cem Özdemir, mit Verweis auf das bei Twitter genutzte Stichwort "'PanamaPapers".

"#PanamaLeaks hat Potential, die gigantischen illegalen Betrugsstrukturen von Kriminellen und Superreichen empfindlich zu treffen. Großartig!", fasste der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen, Dieter Janecek, seine ersten Eindrücke zusammen. "Kaum könnte der Wert einer freien und unabhängigen Presse besser unter Beweis gestellt werden als durch diesen heroischen Akt!"

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner sprach mit Blick auf das "riesige Datenleck" von "Steueroasen, die eher Gerechtigkeitswüsten sind". Steuergerechtigkeit sei, so Stegner wörtlich, "überfällig". 

Linke-Chef Bernd Riexinger hob die Bedeutung der Quelle hervor. "#Whistleblower - wie wichtig!", twitterte der Politiker in seiner ersten Reaktion nach der weltweit abgestimmten Veröffentlichung. "Sie schützen, damit die Mächtigen zittern." Die Politik müsse Steueroasen "austrocknen" und "Korrupte" an die "Justiz" übergeben.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa

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