Politik

Nach Verletzung eines Beamten Esken hinterfragt Polizei-Taktik in Leipzig

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Saskia Esken bezeichnet, mit Verweis auf die Geschehnisse in Leipzig, das Vorgehen der Berliner Polizei als vorbildlich

(Foto: dpa)

In der Silvesternacht kommt es in Leipzig zu Auseinandersetzungen mit mutmaßlich Linksextremen und der Polizei - ein Beamter wird schwer verletzt. Die Strategie der Polizei auf Stein- und Flaschenwürfe aus dem linken Lager wird nun vonseiten der Politik infrage gestellt.

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat nach der schweren Verletzung eines Polizisten in Leipzig gefordert, den Polizeieinsatz zu überprüfen. Die Ermittler vermuten Linksextremisten hinter dem Angriff in der Silvesternacht im alternativen Stadtteil Connewitz, ermittelt wird wegen versuchten Mordes.

"Im Sinne der Polizeibeamten muss jetzt schnell geklärt werden, ob die Einsatztaktik angemessen war", sagte Esken den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Sollte eine falsche Einsatztaktik Polizistinnen und Polizisten unnötig in Gefahr gebracht haben, liegt die Verantwortung dafür beim sächsischen Innenminister" Roland Wöller.

Linke Kreise, auch Linkspartei-Politiker, hatten der Polizei vorgeworfen, mit ihrem Durchgreifen nach Stein- und Flaschenwürfen provoziert zu haben. Esken sagte: "Dass es auch anders geht, hat sich vielfach gezeigt. Die Berliner Polizei hat zum Beispiel aus den Erfahrungen vergleichbarer Ausschreitungen am 1. Mai oder zu Silvester im Lauf der Jahre eine Deeskalationsstrategie entwickelt, die sich bewährt hat." Mit Blick auf das Opfer sagte die SPD-Chefin aber auch: "Diesen Gewaltausbruch verurteilen wir. Es ist schrecklich, dass ein Polizist so schwer verletzt wurde. Unsere Gedanken sind bei ihm und seinen Angehörigen."

Nach Angaben der Ermittler hatten die Täter drei Polizisten bei einer versuchten Festnahme die Helme vom Kopf gerissen und die auf dem Boden Liegenden attackiert. Der 38-Jährige wurde so schwer verletzt, dass er notoperiert wurde. Am Donnerstag befand er sich weiter im Krankenhaus, aber nicht in Lebensgefahr, wie es von Polizei und Staatsanwaltschaft hieß.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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