Politik

Tempo im FreistaatEx-BSWler gründen Partei Thüringen.Gerecht

06.09.2026, 19:28 Uhr
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Finanzministerin Katja Wolf ist neue Chefin der Partei Thüringen-Gerecht. (Foto: picture alliance/dpa)

In Thüringen zerbricht das mitregierende BSW - fast alle Fraktionsmitglieder und Minister verlassen die Wagenknecht-Partei. Nur wenige Tage später steht dann ein neuer Zusammenschluss. Chefin ist die frühere BSW-Landesvorsitzende und Finanzministerin Wolf.

In Thüringen ausgetretene BSW-Mitglieder haben eine neue Partei mit dem Namen Thüringen.Gerecht gegründet. Zur Vorsitzenden wurde in Erfurt die ehemalige BSW-Landesvorsitzende Katja Wolf gewählt, wie ein Sprecher mitteilte. In der zurückliegenden Woche waren mehrere Mitglieder aus dem BSW in Thüringen und teils auch aus der Fraktion im Erfurter Landtag ausgetreten, nachdem ein Streit mit der Bundesspitze der Partei um die Regierungsbeteiligung im Freistaat eskaliert war.

"Wir haben versprochen, für Stabilität und Verlässlichkeit in Thüringen zu sorgen", erklärte Wolf. "Jetzt laden wir alle Menschen ein, dieses Versprechen gemeinsam mit uns in die Tat umzusetzen." Der Gründungsvorstand werde "schnellstmöglich" für eine "breite Mitgliederaufnahme" sorgen und dann einen Parteitag einberufen.

Unter der Überschrift "Wir werden Thüringen.Gerecht" verabschiedete die neue Partei ihr Gründungsprogramm. Laut der Erklärung steht dabei "eine Politik, die zuhört, die Lebensleistung der Menschen anerkennt und für Sicherheit, Respekt und neue Zuversicht sorgt" im Mittelpunkt.

Die Gruppe um Wolf hatte der Bundespartei um Gründerin Sahra Wagenknecht Einmischung und fehlende Distanz zur AfD vorgeworfen. CDU, SPD und Wolf bekannten sich zu ihrer gemeinsamen Koalition in Erfurt. Wolf ist im Kabinett von Ministerpräsident Mario Voigt Finanzministerin.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP

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