Politik

Konkrete Drohung an Mike Pence FBI wirft Hörner-Mann versuchten Mord vor

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Jacob Chansley hält sich laut FBI für ein "höheres Wesen".

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Jacob Chansley ist ein glühender Anhänger von Donald Trump und der QAnon-Bewegung. Außerdem ist er laut FBI drogenabhängig und geisteskrank - und zu Mord bereit. Beim Sturm des Kapitols soll er Vizepräsident Pence eine deutliche Botschaft hinterlassen haben.

Nach den ersten FBI-Untersuchungen zur Erstürmung des Kapitols verschärfen US-Ermittler ihre Vorwürfe gegen die gewalttätig gewordenen Anhänger von US-Präsident Donald Trump. In einem Haftantrag für den bereits festgenommenen Mann, der mit einem Hörnerschmuck auf dem Kopf zum Platz von Vizepräsident Mike Pence im Senat vorgedrungen war, werfen sie den Randalierern Mordabsichten vor.

Jacob Chansley habe Pence laut FBI eine Notiz mit den Worten hinterlassen, es sei "nur eine Frage der Zeit, bis Gerechtigkeit" komme. "Starke Beweise deuten darauf hin, dass es die Absicht der Kapitol-Randalierer war, gewählte Vertreter der US-Regierung gefangen zu nehmen und zu ermorden", so die Ermittler. "Dazu gehören Chansleys eigene Worte und Taten im Kapitol." Der 32-Jährige ist auch als Jake Angeli oder "QAnon-Schamane" bekannt. Er ist ein glühender Anhänger von Donald Trump, der QAnon-Bewegung und ein rechtsextremer Aktivist. Sein Pflichtverteidiger war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

In dem Haftantrag heißt es auch, der Mann aus Arizona sei drogenabhängig und geisteskrank. Er habe offen über seine Überzeugung gesprochen, ein "Außerirdischer und höheres Wesen" zu sein. Er soll im Laufe des Tages vor Gericht erscheinen. Ihm wird die Teilnahme am gewaltsamen Versuch vorgeworfen, die US-Regierung zu stürzen. Nach Angaben der Ermittler dauert der Aufstand nach wie vor an.

Mehr als 80 Anklagen

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Sicherheitskräfte bereiten sich unterdessen auf weitere Demonstrationen in Washington vor, nachdem Trump-Anhänger am 6. Januar in das Kapitol - den Sitz des US-Parlaments - eingedrungen waren und Büros verwüstet hatten. Einige griffen die Polizei an. Das US-Justizministerium hat bisher mehr als 80 Anklagen erhoben. Die insgesamt mehr als 200 Verdächtigen hat das FBI durch Videos und Fotos in den sozialen Medien leicht ausfindig machen können.

Der für die Hauptstadt Washington zuständige Staatsanwalt Michael Sherwin hatte zuvor von beispiellosen Ermittlungen gesprochen, in deren Verlauf auch schwerwiegende Anklagen bis hin zum Mord erhoben werden dürften. Bei den Ausschreitungen starben fünf Menschen, darunter ein Polizist.

Quelle: ntv.de, chr/rts

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