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Außenminister unter Kohl FDP-Politiker Klaus Kinkel ist tot

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(Foto: picture alliance / Arne Dedert/d)

Deutschland trauert um den ehemaligen Bundesaußenminister Klaus Kinkel. Der frühere FDP-Vorsitzende, Ex-BND-Chef und politischer Ziehsohn Genschers starb zu Wochenbeginn, wie FDP-Chef Lindner unter Berufung auf die Familie bestätigt.

Ex-Bundesaußenminister Klaus Kinkel ist tot. Der frühere FDP-Vorsitzende starb zu Wochenbeginn im Alter von 82 Jahren, wie FDP-Chef Christian Lindner unter Berufung auf Angaben der Familie bestätigte. Die Beisetzung soll auf Kinkels Wunsch im engsten Kreis stattfinden.

Mit Kinkel verliert die deutsche Politik eine einflussreiche Persönlichkeit: Der FDP-Politiker gehörte über viele Jahre hinweg zu den engsten Mitarbeitern des früheren Außenministers Hans-Dietrich Genscher (ebenfalls FDP). Nach dessen Abschied aus dem Auswärtigen Amt übernahm er 1992 für sechs Jahre selbst das Ministerium. Kinkel war auch Vizekanzler der damaligen schwarz-gelben Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl.

Der 1936 in Metzingen an der Schwäbischen Alb geborene Kinkel begann seine berufliche Karriere nach einem Jura-Studium als Beamter im Bundesinnenministerium. 1979 rückte er als erster Zivilist überhaupt an die Spitze des Bundesnachrichtendienstes (BND). Nach dem Machtwechsel zu Schwarz-Gelb 1982 kehrte er als Staatssekretär im Justizministerium in die damalige bundesdeutsche Hauptstadt Bonn zurück.

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Das Gesicht der FDP in den 1990er Jahren: In den späten Jahren der Ära Kohl saß Klaus Kinkel (M.) als Außenminister neben Finanzminister Waigel (l.) und dem Bundeskanzler auf der Regierungsbank.

(Foto: picture alliance / Michael Jung/)

In dieser Funktion war er nach dem Fall der Mauer auch an den Verhandlungen rund um den deutsch-deutschen Einigungsvertrag beteiligt. 1991 wurde der Spitzenbeamte selbst Justizminister. Erst damals trat er auch in die FDP ein. Ein Jahr später setzte er sich nach Genschers Rücktritt in einer Kampfabstimmung um den Chefposten im Auswärtigen Amt gegen die damalige Bauministerin Irmgard Adam-Schwaetzer (ebenfalls FDP) durch. 1993 wurde Kinkel dann Vize im Kabinett von Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU).

Zusätzlich übernahm Kinkel damals auch noch den Vorsitz der FDP. Nach einer Niederlagenserie bei Kommunal- und Landtagswahlen verzichtete er jedoch 1995 auf eine abermalige Kandidatur. Mit dem Wahlsieg von Rot-Grün verlor er 1998 sein Ministeramt. Bis 2002 saß Kinkel dann noch im Bundestag. Später arbeitete er als Anwalt und übernahm den Vorsitz der Deutsche-Telekom-Stiftung. Zuletzt lebte er in Sankt Augustin bei Bonn.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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