Politik

Parteitag in Berlin FDP würdigt Genscher und Westerwelle

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Gedenken an zwei große Liberale: FDP-Chef Lindner beim Parteitag.

(Foto: dpa)

Zu Beginn ihres Parteitags widmet sich die FDP zwei Männern, die die Partei über Jahre geführt haben: Hans-Dietrich Genscher und Guido Westerwelle. "Eine liberale Ikone" und die "Stimme des Liberalismus", schwärmt Parteichef Christian Lindner.

Die FDP hat zu Beginn ihres Bundesparteitages in Berlin ihre verstorbenen Ex-Vorsitzenden Hans-Dietrich Genscher und Guido Westerwelle gewürdigt. Mit Genscher verliere Deutschland "einen großen Staatsmann und wir eine liberale Ikone", sagte FDP-Chef Christian Lindner vor den Delegierten. Westerwelle sei als "Stimme des Liberalismus" unüberhörbar gewesen. "Wir behalten ihn in Erinnerung als einen großen Kämpfer", fügte Lindner hinzu.

Genscher war am 31. März im Alter von 89 Jahren gestorben, am vergangenen Sonntag war er mit einem Staatsakt gewürdigt worden. Westerwelle war am 18. März im Alter von 54 Jahren an den Folgen seiner Leukämieerkrankung gestorben. Beide Politiker hatten auch das Amt des Bundesaußenministers bekleidet und gehörten somit zu den wichtigsten Politikern in der Geschichte der FDP.

Umfragewerte steigen

Der Berliner FDP-Parteitag steht ganz im Zeichen der jüngsten Erfolge bei Landtagswahlen und gestiegener Umfragewerte auch im Bund.

Im Mittelpunkt der bis Sonntag dauernden Beratungen stehen an diesem Samstag zunächst die Rede von Parteichef Christian Lindner sowie ein Leitantrag zur Digitalisierung. Voraussichtlich am Sonntag soll ein Konzept für die Reform des Rentensystems folgen.

Die FDP hatte 2013 den Wiedereinzug in den Bundestag verpasst, liegt in den Umfragen derzeit aber wieder bei rund sieben Prozent. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schaffte sie im März den Wiedereinzug in die Landtage. In Mainz will sie künftig gemeinsam mit SPD und Grünen in einer Ampelkoalition regieren.

Quelle: ntv.de, cro/AFP