Politik

SPD braucht neue Generalsekretärin Fahimi wechselt zu Nahles

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Zwei, die künftig noch mehr miteinander zu tun haben werden: Fahimi und Nahles.

(Foto: picture alliance / dpa)

Erst seit knapp zwei Jahren ist Yasmin Fahimi Generalsekretärin der SPD. Jetzt ist Schluss. Fahimi soll künftig im Ministerium von Arbeitsministerin eingesetzt werden.

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi will ihr Amt nach Reuters-Informationen aufgeben und zum Jahresanfang als Staatssekretärin zu Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles wechseln. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur am Rande von Beratungen der SPD-Spitze von einem Insider aus der Partei. Fahimi ersetzt damit Jörg Asmussen.

Der bisherige Staatssekretär im Arbeitsministerium wechselt zur staatlichen Förderbank KfW. Das Ministerium hatte vor einigen Tagen bestätigt, dass der frühere EZB-Direktor zum Jahresende seinen Posten aufgibt. Der Personalie muss noch der Verwaltungsrat der KfW zustimmen.

Der "Spiegel" hatte im Oktober über den Wechsel berichtet. Asmussens Verhältnis zu Nahles galt als angespannt. Weil dem SPD-Mann die Geschäftsführererlaubnis für Kreditinstitute fehlt, soll er zunächst zwei Jahre lang als Generalbevollmächtigter arbeiten, bevor er in den Vorstand der KfW in Frankfurt aufrückt. Der 48-Jährige war vor zwei Jahren als Staatssekretär ins Bundesarbeitsministerium nach Berlin gewechselt. Er war zuvor 2011 vom Finanzministerium ins Direktorium der Europäischen Zentralbank nach Frankfurt gegangen. Für seinen Wechsel nach Berlin 2013 hatte er familiäre Gründe angegeben.

Ein Nachfolger im Amt des SPD-Generalsekretärs steht noch nicht fest. Fahimi hatte Ende 2013 Nahles beerbt, als die Ministerin wurde. Ihr waren jedoch schon seit längerem Meinungsverschiedenheiten mit Parteichef Sigmar Gabriel nachgesagt worden. Aufgrund der Proporz-Vorgaben ist es wahrscheinlich, dass Gabriel beim SPD-Parteitag im Dezember erneut eine weibliche Kandidatin vorschlagen wird.

Quelle: ntv.de, cro/rts/dpa