Politik

Kampfjet-Absturz in Syrien Familie des Piloten fleht IS um Freilassung an

328B3200AD926EDB.jpg7558982868929951647.jpg

Der gefangene Pilot (2.v.r.) inmitten von IS-Kämpfern.

AP

Die Anti-IS-Allianz verliert einen Kampfjet über Syrien - und den jordanischen Piloten an den IS. Die jordanische Regierung sagt: "Wir werden den Kampf fortsetzen." Die Familie des Piloten bittet die islamistische Miliz, den Gefangenen freizulassen.

Die Terrormiliz Islamischer Staat hält einen jordanischen Piloten gefangen, der im Einsatz für die Anti-IS-Allianz mit seinem F-16-Kampfjet in Syrien abgestürzt ist. Die Familie des Gefangenen flehte den IS einem CNN-Bericht zufolge um dessen Freilassung an. Sein Bruder sagte, der 26-Jährige trage einen Koran bei sich und solle im Sinne islamischer Tradition als Gast des IS bezeichnet werden - und nicht als Geisel.

Jordanien beteiligt sich außer den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Bahrain an den von den USA koordinierten Luftschlägen gegen den IS in Syrien. "Jordanien wird seinen Kampf gegen den Terrorismus fortsetzen", sagte der jordanische Regierungssprecher der BBC. "Wir werden siegen, weil wir das Richtige für die Sicherheit und Stabilität unseres Landes tun."

Die jordanischen Piloten hätten einen außergewöhnlich guten Einsatz gezeigt, heißt es in einer Erklärung des US-Zentralkommandos Centcom. Die USA unterstützten die Bemühungen, den gefangen genommenen Piloten wohlbehalten zurückzuholen.

Es ist das erste Mal, dass der IS einen Kampfjetpiloten der US-geführten Koalition in seine Gewalt bringen konnte. Die USA stellten klar, dass der Jet nicht wegen Beschuss von IS-Milizen niederging. "Die Beweise besagen eindeutig, dass IS das Flugzeug nicht abschoss, wie die Terrorgruppe behauptet", heißt es in der Erklärung des Zentralkommandos.

Wie es zu dem Absturz kam, erklärte Centcom-Chef General Lloyd Austin in seiner Mitteilung nicht. Es ist äußerst selten, dass Austin persönlich Stellung bezieht. Der jordanische Pilot stürzte über der nordsyrischen Stadt Al-Rakka ab, einer Hochburg der Extremistenorganisation.

Quelle: n-tv.de, rpe/dpa

Mehr zum Thema