Politik

Vor allem Frauen und Kinder Fast 370.000 Menschen in Ukraine auf der Flucht

Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine verlassen Tausende Menschen ihre Heimat. Mittlerweile geht das Flüchtlingshilfswerk UNHCR von knapp 370.000 Flüchtlingen aus. Ukrainische Behörden warnen, dass insgesamt bis zu fünf Millionen Menschen flüchten könnten.

Die Vereinten Nationen gehen von knapp 370.000 Vertriebenen wegen des Krieges in der Ukraine aus. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR teilte auf Twitter mit, dass die Nachbarländer insgesamt mehr als 368.000 Geflüchtete gemeldet hätten. Die Behörden in der Ukraine hatten gewarnt, dass bis zu fünf Millionen Menschen flüchten könnten. Allerdings sind Männer zwischen 18 und 60 Jahren gehalten, im Land zu bleiben und womöglich Wehrdienst zu leisten. Ins Ausland gehen vor allem viele Frauen und Kinder.

Diese Vertriebenen seien vor allem nach Polen gezogen - dort zählten Behörden 156.000 Menschen - aber auch nach Moldau und Rumänien. Zudem teilte die ungarische Polizei mit, dass allein am Samstag mehr als 10.000 Ukrainer eingetroffen seien, hauptsächlich Angehörige der ungarischen Minderheit in der westukrainischen Region Transkarpatien.

Es könnte sich um eine der größten Flüchtlingskrisen der Gegenwart handeln, hatte die amerikanische UN-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield bereits vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine gewarnt. Unter Berufung auf den UN-Menschenrechtsrat berichtete OCHA zudem davon, dass mindestens 64 Zivilisten bei den Kämpfen nach dem Einmarsch Russlands getötet wurden und über 170 verletzt worden seien.

Schon vor der Eskalation seien in der Ukraine nach acht Jahren Konflikt bereits mehr als 1,4 Millionen Menschen Vertriebene, teilte der Generaldirektor der UN-Organisation für Migration (IOM), António Vitorino, am Donnerstag in Genf mit. "Die Eskalation wird die humanitären Bedürfnisse noch verstärken und das Leid von Millionen von Familien verschlimmern", sagte er. Die Organisation stehe bereit, um in enger Absprache mit Regierungen und Partnern den Menschen zu helfen, die Hilfe brauchten.

Quelle: ntv.de, mbu/dpa/AFP

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