Politik

UN fordert humanitären Zugang Fast eine Million Syrer sind eingeschlossen

80b0b7284b133399b8704d6ad8f7267e.jpg

Zivilisten in Syrien sind den Attacken schutzlos ausgeliefert.

(Foto: dpa)

Die Situation in Syrien spitzt sich immer weiter zu: Die Vereinten Nationen sprechen mittlerweile von fast einer Million Menschen, die isoliert und ohne medizinische Hilfe leben. Diplomat O'Brian übt vor dem UN-Sicherheitsrat Druck aus.

In Syrien leben mittlerweile nach Angaben der Vereinten Nationen fast eine Million Menschen unter Belagerung. Nach Angaben des UN-Beauftragten für humanitäre Hilfe, Stephen O`Brien, sind Regierungstruppen für die Belagerung von rund 850.000 Menschen verantwortlich, der Rest gehe auf das Konto unterschiedlicher Rebellengruppen wie der Extremistenmiliz Islamischer Staat.

"Zivilisten werden isoliert, ausgehungert und ausgebombt. Ihnen wird medizinische Hilfe verwehrt, damit sie aufgeben oder fliehen", sagte O'Brien vor dem UN-Sicherheitsrat. Der Diplomat forderte die Staatengemeinschaft abermals eindringlich auf, seine Forderung nach freiem humanitären Zugang zur Zivilbevölkerung in Syrien zu unterstützen. "Ohne klare Unterstützung eines jeden von Ihnen werden weitere rote Linien überschritten, internationales humanitäres Recht wird mit den Füßen getreten", sagte der UN-Diplomat an die Adresse der Vertreter des UN-Spitzengremiums.

Zuvor hatte bereits der scheidende US-Präsident Barack Obama ein düsteres Bild von der Lage in Syrien gezeichnet. "Ich bin nicht optimistisch mit Blick auf die kurzfristigen Aussichten", hatte Obama am Sonntag erklärt. In Syrien werde noch für einige Zeit Chaos herrschen. Nachdem sich Russland und der Iran entschlossen hätten, Syriens Machthaber Baschar al-Assad mit brutalen Luftangriffen zu unterstützen, sei nur schwer erkennbar, wie sich die "moderate Opposition" noch für längere Zeit behaupten könne.

Quelle: ntv.de, vck/rts