Politik

7,1 Millionen betroffen Fast jeder Fünfte arbeitet sonn- und feiertags

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Für Linken-Politikerin Zimmermann sind die Sonntagsöffnungszeiten im Einzelhandel zu liberal.

(Foto: picture alliance / dpa)

Für Millionen Menschen in Deutschland ist es mittlerweile zur Normalität geworden, an Sonn- und Feiertagen zu arbeiten. Die Linken plädieren daher für stärkere Einschränkungen - besonders im Einzelhandel.

Im vergangenen Jahr haben einem Bericht zufolge 7,1 Millionen Beschäftigte an Sonn- und Feiertagen gearbeitet - das waren 18,8 Prozent aller Angestellten und damit fast jeder Fünfte. 4,7 Millionen Menschen arbeiteten sogar ständig oder regelmäßig sonn- beziehungsweise feiertags, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" und beruft sich auf Angaben des Statistischen Bundesamtes auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann.

"Im Grundgesetz ist eindeutig festgelegt, dass Sonn- und Feiertage als Tage der Arbeitsruhe zu schützen sind", sagte Zimmermann der "NOZ". "Die Bundesregierung muss ihre Möglichkeiten nutzen, die zahlreichen Ausnahmeregelungen nach dem Arbeitszeitgesetz einzuschränken."

Natürlich müsse etwa in Krankenhäusern, Gaststätten und Kultureinrichtungen sonn- und feiertags gearbeitet werden, sagte Zimmermann. "Eingeschränkt werden können aber zum Beispiel die Sonntags-Öffnungszeiten im Einzelhandel, die enorm liberalisiert worden sind." Die Öffnungszeiten müssten "wieder auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt werden".

Quelle: ntv.de, can/AFP

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