Unzufriedenheit mit SpritpreisFast zwei Dritteln der US-Bürger fehlt klares Ziel im Iran-Krieg

Derzeit schweigen die Waffen im Krieg zwischen den USA und dem Iran weitestgehend. Doch über 60 Prozent der US-Bürger vermissen ein klares Ziel für den Konflikt. Die durch die Auseinandersetzung steigenden Spritpreise werfen sie vor allem einer Partei vor.
Zwei Drittel der US-Bürger werfen Präsident Donald Trump einer Umfrage zufolge vor, die Ziele des Iran-Krieges nicht klar dargelegt zu haben. Dies geht aus einer am Montag abgeschlossenen Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos hervor. Rund 63 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass die gestiegenen Energiekosten ihre Haushaltskasse belasten.
Bei einer Umfrage Mitte März lag der Anteil noch bei 55 Prozent. Der Ende Februar mit US-israelischen Luftangriffen begonnene Konflikt hat die Benzinpreise in den USA um rund 50 Prozent in die Höhe getrieben.
Die Unzufriedenheit über die hohen Benzinpreise könnte für Trumps Republikaner bei den Kongresswahlen im November zum Problem werden. Der Erhebung zufolge machen 65 Prozent der Wähler sie für die Preissteigerungen verantwortlich, 27 Prozent geben den Demokraten die Schuld.
Trumps Zustimmungswerte erholten sich laut der Umfrage zwar leicht auf 36 Prozent, nachdem sie Ende April mit 34 Prozent den tiefsten Stand seiner aktuellen Amtsperiode erreicht hatten. Sie liegen damit jedoch weiter unter den 47 Prozent, mit denen er im Januar 2025 in seine zweite Amtszeit gestartet war.
Erst Anfang Mai hatte bereits eine Umfrage von "Washington Post", ABC und Ipsos ebenfalls schlechte Ergebnisse erzielt. Damals hatten 62 Prozent der Befragten erklärt, dass sie grundsätzlich unzufrieden mit der Arbeit des republikanischen Staatschefs seien. Unbeliebter war Trump weder während dieser noch zu einem anderen Zeitpunkt während seiner ersten vier Jahre im Weißen Haus. Auch in dieser Befragung hatten die US-Bürger sich vor allem über den Umgang Trumps bei ökonomischen Themen negativ geäußert. 76 Prozent der befragten Personen waren unzufrieden mit dem Umgang Trumps mit den steigenden Lebenshaltungskosten.