Politik

Präsident mit Corona infiziert Festnahmen nach Twitter-Häme gegen Erdogan

Recep Tayyip Erdogan hat Corona.

Erdogan hat nach eigenen Angaben bislang einen milden Covid-Verlauf.

(Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa)

Wenn es um Spekulationen über die Gesundheit des Staatspräsidenten geht, kennen die türkischen Behörden keinen Spaß. Mehrere Twitter-User werden in dem Land festgenommen, nachdem sie gegen den coronainfizierten Erdogan gehetzt haben sollen.

Wegen "beleidigender Beiträge" in den sozialen Medien im Zusammenhang mit der Corona-Erkrankung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sind vier Menschen festgenommen worden. Nach vier weiteren werde gefahndet, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Insgesamt würden mehr als 30 Nutzerkonten wegen mutmaßlicher Beleidigung des Präsidenten und seiner Ehefrau Emine Erdogan untersucht.

Anadolu nannte keine Details zum Inhalt der Nachrichten. Die regierungsnahe Zeitung "Sabah" schrieb, einige Nutzer, gegen die nun ermittelt werde, hätten Erdogan auf Twitter indirekt den Tod gewünscht. Darunter sei der ehemalige türkische Nationalschwimmer Derya Büyükuncu. Sportminister Mehmet Kasapoglu kündigte Konsequenzen für den Sportler an.

Erdogan und seine Ehefrau hatten am Samstag mitgeteilt, sie seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dem Politiker zufolge handelt es sich um die Omikron-Variante des Virus. Zusammen mit seiner Frau bleibe er zu Hause - einem Berater zufolge zunächst einmal für eine Woche. Dann soll es neue Tests geben. In dieser Zeit werde Erdogan bei Bedarf per Videoschalte an Veranstaltungen teilnehmen, hieß es.

Erdogan, der Ende Februar 68 Jahre alt wird und geimpft ist, versicherte auch am heutigen Sonntag via Twitter, es handele sich um einen milden Verlauf. Der Gesundheitszustand des Staatschefs ist in der Türkei immer wieder Thema. Im November waren Ermittlungen gegen Nutzer eingeleitet worden, die auf Twitter über den Tod des Präsidenten spekuliert hatten.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa

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