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Studie zu kulturellen Werten Flüchtlinge hadern mit Schwulen und Lesben

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40 Prozent der befragten Migranten fällt es schwer, sich auf den anderen Umgang mit Homosexuellen einzustellen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dass in Deutschland Homosexuelle die gleichen Rechte wie alle anderen genießen, ist für manche Migranten schwer nachzuvollziehen. Wie eine aktuelle Befragung von Asylbewerbern zeigt, sind diese aus ihren Herkunftsländern häufig einen anderen Umgang gewöhnt.

Beim Umgang vor allem mit Minderheiten sehen Migranten in Deutschland häufig kulturelle Unterschiede zu ihrem Herkunftsland - und empfinden es mitunter als schwer, sich daran zu gewöhnen. Das gilt etwa für die Einstellung gegenüber Homosexuellen, aber auch für die Art, wie ältere Menschen hierzulande behandelt und betreut werden. Das geht aus einer Befragung von 369 Asylbewerbern aus elf Ländern hervor, die der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) und die Robert-Bosch-Stiftung vorstellten.

Beide Themen sollten in den Integrationskursen stärker angesprochen werden, empfehlen die Autoren. So wüssten neun von zehn Befragten zwar in der Theorie, dass es den Deutschen "eher wichtig" oder "sehr wichtig" sei, dass homosexuelle und heterosexuelle Menschen die gleichen Rechte haben. In ihrem Herkunftsland sei das hingegen nur etwa 30 Prozent der Menschen wichtig. Knapp 40 Prozent der Befragten, die Unterschiede sahen, fällt es nach eigenen Angaben "eher schwer" oder "sehr schwer", sich auf diese Unterschiede einzustellen. Unter den abgefragten Themen war dies der höchste Wert.

Ebenfalls mehr als ein Drittel tat sich schwer damit, dass die Menschen in Deutschland älteren Familienmitgliedern weniger Respekt entgegenbrächten als im Herkunftsland und sich weniger um sie kümmerten. Ähnliche Werte ergaben sich beim - aus Sicht der Befragten - geringeren Stellenwert der Familie hierzulande. Gut zurecht kommen die meisten Befragten mit der Gleichheit der Menschen vor dem Gesetz (80 Prozent) oder der Gleichberechtigung von Männern und Frauen (70 Prozent).

Die Stichprobe ist nicht repräsentativ für alle Flüchtlinge in Deutschland. Sie bildet den Autoren zufolge aber die wichtigsten Herkunftsländer ab und damit das Gros der seit 2014 eingetroffenen Flüchtlinge.

Quelle: n-tv.de, ibu/dpa

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