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Am dritten Tag des Großeinsatzes Flüchtlingslager Idomeni ist geräumt

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Die Bahnlinie von Mazedonien nach Mitteleuropa musste von Zelten und Müll befreit werden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Polizei schließt unerwartet zügig das Elendslager von Idomeni. Viele Migranten werden in Aufnahmelager gebracht. Doch manche machen sich auch auf eigene Faust auf den Weg und tauchen unter - sie befürchten für immer in Griechenland bleiben zu müssen.

Die Räumung des wilden Flüchtlingslagers von Idomeni an der mazedonisch-griechischen Grenze ist am dritten Tag eines Großeinsatzes der Polizei beendet worden. "Das Unternehmen Räumung hat ohne Gewalt stattgefunden", sagte der griechische Minister für Bürgerschutz, Nikos Toskas im griechischen Fernsehen. Die Polizei werde aber in der Region bleiben. Es gebe Migranten, die untergetaucht seien.

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Arbeiter entfernen die verlassenen Zelte.

(Foto: REUTERS)

"Wir sehen weit und breit keine Migranten", berichteten Reporter, die zum ersten Mal seit Dienstag in das bisherige Elendslager hineingelassen wurden. Die wichtige Bahnlinie nach Mazedonien, die weiter nach Mitteleuropa führt, war von Zelten und Müll freigeräumt worden, wie das Fernsehen zeigte. Der griechische Minister für Bürgerschutz ging davon aus, dass der erste Güterzug schon am Abend rollen werde.

Es wird vermutet, dass zahlreiche Migranten sich in den umliegenden Wäldern versteckt haben oder in Städten der Region untergetaucht sind, um anschließend wieder zu versuchen, über die Grenze nach Mazedonien zu kommen. Export- und Importunternehmen sollen Verluste in Höhe von sechs Millionen Euro verbuchen, berichtete das Staatsradio. Zahlreiche Migranten verließen am Morgen wie auch am Vortag auf eigene Faust das Lager von Idomeni. Sie sagten Reportern, sie wollen nicht in organisierte Auffanglager gehen, weil sie befürchteten, dass sie damit für immer in Griechenland bleiben müssten.

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Das Lager Idomeni wurde zum Symbol für das Elend der Flüchtlingskrise.

(Foto: REUTERS)

Es wird vermutet, dass zahlreiche Migranten sich in den umliegenden Wäldern versteckt haben oder in Städten der Region untergetaucht sind, um anschließend wieder zu versuchen, über die Grenze nach Mazedonien zu kommen. Bürgerschutzminister Toskas ging davon aus, dass sich bis zu 2000 Menschen in der Region sowie in der Nähe der Ortschaft Polykastro, rund 20 Kilometer südlich von Idomeni, aufhalten. Auch diese werde die Polizei stufenweise entdecken und in Auffanglager bringen, versprach der Bürgerschutzminister.

Auch Lager in Piräus soll geräumt werden

Am Montag hatten sich Hunderte Migranten - in ihrer Mehrheit junge Männer aus Afghanistan, Pakistan, Tunesien und Marokko - "auf und davon gemacht", wie Reporter in Idomeni beobachtet hatten. Nach der Räumung von Idomeni plant Athen auch ein wildes Lager im Hafen von Piräus - mit rund 2000 Menschen - aufzulösen. Zudem solle stufenweise eines der schlimmsten provisorischen Staatslager im alten Athener Flughafen bei Hellinikon geräumt werden. Dort harren rund 4500 Menschen in den alten Wartehallen aus. Es gibt keine Klimaanlagen. Die Temperatur steige tagsüber auf über 40 Grad Celsius, berichteten Augenzeugen.

Migrationsminister Ioannis Mouzalas räumte im griechischen Radio ein, die Zustände seien in einigen Lagern nicht zufriedenstellend aber jedenfalls besser als in Idomeni, wo sich nach jedem Regen das Lager in eine Schlammwüste verwandelte. Die Behörden bemühen sich, die Zustände dort zu verbessern, versicherte Mouzalas. Humanitäre Organisationen forderten Athen auf, die Zustände in den Auffanglagern zu verbessern. Unterdessen hält die Türkei das Abkommen mit der EU ein. Nur ein Migrant aus der Türkei setzte zur griechischen Insel Lesbos über. Am Vortag war niemand gekommen, teilte der griechische Stab für die Flüchtlingskrise mit.

Quelle: n-tv.de, jki/dpa

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