Politik

Verband passiert Suezkanal Frankreich verlegt Flugzeugträger näher an Straße von Hormus

06.05.2026, 19:37 Uhr
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Die "Charles de Gaulle" hat inzwischen samt Begleitschiffen den Suezkanal durchquert. (Foto: AFP)

Die von Frankreich und Großbritannien geplante Marine-Mission in der Straße von Hormus bereitet sich immer stärker auf ihren Einsatz vor. Paris entsendet die "Charles de Gaulle". Ziel ist die Erkundung der Region. Auch aus Deutschland ist bereits ein Schiff auf dem Weg.

Frankreich verlegt in Vorbereitung einer neutralen Marine-Mission in der Straße von Hormus seinen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" und dessen Begleitschiffe näher an die Meerenge heran. Der Schiffsverband habe den Suezkanal passiert und Kurs auf das südliche Rote Meer genommen, teilte das Verteidigungsministerium in Paris mit. 

Damit soll die Zeitspanne zur Umsetzung der unter Führung von Frankreich und Großbritannien vorbereiteten Marine-Mission verkürzt werden, die nach einem Ende der Kampfhandlungen beginnen soll. Ziel der multinationalen Mission ist es, Handelsschiffe bei der Fahrt durch die für den Welthandel wichtigen Meerenge zu begleiten und abzusichern. Mehr als 40 Länder haben ihre Unterstützung zugesichert. So verlegt Deutschland das Minenjagdboot "Fulda" in Richtung Mittelmeer. 

Verstärkt werden soll das deutsche Minenjagdboot im Mittelmeer durch den deutschen Tender "Mosel", der derzeit im Auftrag der Nato an einem Einsatz gegen Schleppernetzwerke in der Ägäis beteiligt ist. Die Bundeswehr kündigte zudem an, "in den kommenden Wochen voraussichtlich ergänzende Fähigkeiten" ins Mittelmeer zu verlegen - mit dem Ziel, schnell in der Krisenregion um die Straße von Hormus eingesetzt werden zu können. Das Verteidigungsministerium hatte dabei nochmals betont, Voraussetzungen für eine deutsche Beteiligung seien die nachhaltige Beendigung der Kampfhandlungen, eine völkerrechtliche Grundlage und ein Mandat des Bundestags.

Die Verlegung des Marine-Verbandes diene der operativen Erkundung und Vorbereitung der Mission in der Straße von Hormus und soll dazu beitragen, den Akteuren der Handelsschifffahrt Sicherheit zu geben, teilte das Ministerium in Paris mit. Außerdem biete sie zusätzliche Optionen für einen Ausweg aus der Krise und Stärkung der Sicherheit in der Region. Die Verlegung der französischen Schiffe habe mit der militärischen Konfrontation zwischen den USA, Israel und dem Iran nichts zu tun, betonte das Ministerium.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/AFP

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