Politik

Rätsel um EgyptAir-Absturz Frankreich widerspricht Sprengstofffund

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Ein Wrackteil der Egypt-Air-Maschine.

(Foto: dpa)

Im Dezember teilt Ägypten mit, dass Sprengstoffspuren an den Opfern der abgestürzten EgyptAir-Maschine gefunden wurden. Die Hinweise auf einen Anschlag verdichten sich damit. Doch französische Ermittler widersprechen einem Bericht zufolge.

Knapp ein Jahr nach dem Absturz einer EgyptAir-Maschine auf dem Weg von Paris nach Kairo deutet einem Zeitungsbericht zufolge doch nichts auf einen Anschlag hin. Französische Ermittler hätten bei der Untersuchung der sterblichen Überreste französischer Passagiere keine Sprengstoffspuren gefunden, berichtete die Zeitung "Le Figaro" am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Eine Explosion an Bord könne daher ausgeschlossen werden. Dies widerspricht den Angaben von ägyptischen Ermittlern, die im Dezember noch von Sprengstoffspuren an den Opfern gesprochen hatten.

Der Airbus A320 war am 19. Mai 2016 im östlichen Mittelmeer abgestürzt, ohne dass die Piloten einen Notruf abgesetzt hatten. Alle 66 Insassen kamen ums Leben.

Die Unglücksursache ist noch ungeklärt. Erste Auswertungen der Flugschreiber hatten darauf hingedeutet, dass es vor dem Absturz einen Brand an Bord der Maschine gab. Der Stimmrekorder hatte aufgezeichnet, wie jemand über ein Feuer sprach. Der Datenschreiber zeigte, dass sich in einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Rauch ausgebreitet hatte. Auch die Untersuchung von Wrackteilen von Flug MS804 deutete darauf hin, dass der vordere Teil des Flugzeugs großer Hitze und dichtem Rauch ausgesetzt war.

Quelle: ntv.de, chr/rts

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